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20:53 02.04.2021
Fels in der Brandung: Peter Gulacsi hält beim 0:0 gegen die Bayern im Mai 2019 einen Schuss von Serge Gnabry (vorne). Foto: dpa/Hendrik Schmidt

Meister und Pokalsieger? War er schon. Als Torhüter von Red Bull Salzburg anno 2015. Peter Gulacsi, Ungarns Fußballer des Jahres 2018 und 2019, steht seit Sommer 2015 im Tor der Roten Bullen, spielt die Saison seines Lebens. Beim 1:0-Sieg in Bielefeld absolvierte der 30-jährige sein 216. Pflichtspiel für Leipzig, hielt seinen Kasten zum 70. Mal sauber. Wenn er und die Seinen gegen Robert Lewandowski und Co. Nummer 71 folgen lassen, wäre schon mal ein Punkt sicher. Gulacsi und Co. wollen aber mehr. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Auch gegen diese Super-Mannschaft.“

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Gulacsi über seine erste RB-Saison 2015/2016 und die Reservisten-Rolle hinter Fabio Coltorti: „Ich kam mit einer Rotsperre aus Salzburg nach Leipzig, hätte beim Saisonstart auch dann nicht gespielt, wenn ich drei Klassen besser als Fabio gehalten hätte. Zweiter Mann in der zweiten Liga. Das war hart.“ Gulacsis erstes Mal im RB-Profiteam datiert vom ­ 27. Oktober 2015 und mündet in einer 0:3-Pokal-Pleite in Unterhaching. Als sich Coltorti im Februar 2016 an der Schulter verletzt, darf/ muss Gulacsi ran. Endlich. Bei seinem Bundesligadebüt am 28. August 2016 hält er das 2:2 in Hoffenheim fest. Seitdem ist er gesetzt.

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Gulacsi, der einen eigenen Mentaltrainer hat, über die Bundesliga und das Bayern-Spiel: „Ich bin erst mit 26 in einer Top-Liga angekommen. Für mich ist also jedes Bundesligaspiel etwas Besonderes. Ich gehe ins Spiel gegen die Bayern nicht mit einer anderen Einstellung oder Gier als in Bielefeld.

Dass ganz Deutschland auf dieses Spiel schaut, ist aber auch klar.“ Apropos Bayern: Am 25. Oktober 2017 hallten beim 4:5 im Pokal gegen die Bayern erstmals Gulacsi-Sprechchöre durch die Red-Bull-Arena. „Das hat mich sehr gefreut und bewegt“, sagt Gulacsi. „Meine Frau hatte auf der Tribüne Tränen in den Augen. Wir hatten einen langen Weg hinter uns, fühlten uns angekommen.“ 

Match­winner: Timo Werner jubelt nach seinem Tor gegen die Bayern am 13. Mai 2017. Am Ende stand ein denkwürdiges 4:5. Foto: dpa/Jan Woitas
Match­winner: Timo Werner jubelt nach seinem Tor gegen die Bayern am 13. Mai 2017. Am Ende stand ein denkwürdiges 4:5. Foto: dpa/Jan Woitas

Kann Upamecano Lewandowski stoppen? „Bisher hat es Dayot gegen Lewandowski ziemlich gut gemacht. Aber wir müssen ihm helfen, viel, schnell und schlau laufen, richtige Entscheidungen treffen, mutig nach vorne spielen.“

Gulacsi, der ewige Gärtner? „Ich will spielen, solange ich gut genug bin, habe da ja ein Vorbild aus meiner Heimat.“ Gabor Kiraly kickte noch mit 40. Gulacsis Landsmann hat die graue Jogginghose salonfähig gemacht. Guido Schäfer


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