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Themenwelten
09:04 27.07.2021
Impfschutz, digitaler: Impfpass und sinkende Inzidenzen machen Reisen – auch ins Ausland – wieder möglich. Foto: djd/Deutsche Leibrenten/Sonja Brüggemann

Im vergangenen Jahr haben viele Senioren wegen der Pandemie auf eine Urlaubsreise verzichtet. Das Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 war ihnen schlicht zu hoch. Jetzt im Sommer des Jahrgangs 2021 stehen die Sterne jedoch günstiger: Die über 70-Jährigen sind die Altersgruppe mit der höchsten Impfquote in Deutschland. Impfschutz, digitaler Impfpass und sinkende Inzidenzen machen Reisen – auch ins Ausland – wieder möglich. Doch auf so einiges müssen Senioren achten.

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Aktuelle Bestimmungen unbedingt beachten

Die unterschiedlichen Bestimmungen der Länder sind auf der Seite „Coronavirus-Regeln in den Bundesländern“ unter www.bundesregierung.de aufgeführt. Bei Auslandsreisen unterscheidet die Bundesregierung derweil zwischen Zielen in sogenannte Risikogebiete, Hochinzidenzgebiete oder Virusvarianten-Gebiete. Je nach offizieller Einstufung gelten unterschiedliche Reisewarnungen, Test-, Nachweis- und Quarantäneregelungen, die sich zudem schnell ändern können. Das Auswärtige Amt in Berlin informiert auf der Internetseite „Reise- und Sicherheitshinweise“ über die aktuell geltenden Bestimmungen. Macht der digitale Impfpass das Reisen leichter? Ja. Reisen innerhalb der EU werden seit dem 1. Juli mit dem digitalen Covid-Zertifikat erleichtert. Es soll vollständig Geimpften, Genesenen und Negativ-Getesteten das grenzüberschreitende Reisen einfacher machen. Deutschland hat die EU-Richtlinie mit dem digitalen Impfpass bereits umgesetzt. Bundesbürger benötigen die App Cov-Pass oder die Corona-Warn-App für ihr Smartphone, um darin das digitale Impfzertifikat, einen fälschungssicheren QR-Code, zu speichern. Für alle, die kein Smartphone besitzen, gibt es den QR-Code auch ausgedruckt. Arztpraxen, Impfzentren oder Apotheken stellen das Zertifikat aus.

Werden Reisen teurer? Vergleichsportale melden, dass die Preise für Flugtickets und Mietwagen im Ausland seit dem Frühjahr drastisch nach oben geschnellt sind.

Daher lohnt es sich, vorab intensiv die Preise zu vergleichen oder sich eingehend beraten zu lassen – am besten in einem Reisebüro vor Ort. djd


Sonnenbrandgefahr: Temperaturen können blenden

Senioren sollten Vorsorge treffen

Bei der Kraft der Sonne und ihrer UV-Strahlung sollte man sich nicht vom Temperaturempfinden blenden lassen. Diese Empfehlung richtet sich insbesondere auch an Seniorinnen und Senioren, wenn sie sich lange Zeit ungeschützt im Freien bewegen und die frische Luft genießen. Beispielsweise überall dort, wo der Wind ein vermeintlich kühles Lüftchen wehen lässt. Ein Sonnenbrand könnte letztlich die Quittung dafür sein. Und auf lange Sicht erhöht man sein Hautkrebsrisiko, wenn man sich nicht schützt.

„Ist es heiß und die Luft feucht, reagiert der Körper mit Unbehagen. Man fühlt sich schlapp und sucht Schatten auf“, erläutert Dermatologe Eckhard Breitbart in einer Mitteilung der Deutschen Krebshilfe. Das schütze gleichzeitig vor Hitze und UV-Strahlung.

Problematisch wird es oft an erträglicheren Sommertagen: „Bei angenehmer Wärme und trockener Luft hingegen halten wir uns gern draußen auf und setzen unsere Haut verstärkt der UV-Strahlung aus“, so Breitbart. Gerade an Küstenstränden mit leichter Brise schätzt man die UV-Strahlung, die nicht mit den Sinnen wahrnehmbar ist, schnell mal falsch ein.

Der UV-Index gilt dabei allgemein als Orientierungshilfe. Auch Breitbart rät aus dem Grund, sich am UV-Index zu orientieren. Ab einem Wert von drei sollte man die Haut schützen: mit bedeckender Kleidung oder Sonnencreme. Die Index-Skala reicht von eins bis elf.

Eine Übersicht zum aktuellen UV-Index für Deutschland gibt es zum Beispiel beim Deutschen Wetterdienst und beim Bundesamt für Strahlenschutz.

Rechtzeitig eincremen

Einige Tipps für Sportler: Sie nutzen für das Training im Freien im Sommer lieber die Morgen- und Abendstunden. Sonnenschutzcreme tragen sie 20 bis 30 Minuten vorher auf, rät Matthias Schömann-Finck, der als Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken tätig ist.

Wichtig ist für sie auch, dass sie zu einem wasserfesten Mittel greifen, damit der Schweiß es nicht von der Haut spült. dpa 
   

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