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Themenwelten
08:47 27.07.2021
Während der Corona-Pandemie fehlten und fehlen älteren Menschen oftmals soziale Kontakte, die gerade für sie so wichtig sind. Foto: djd/Büchmann/Seminare/Sebastian Haerter

Lebensmut, Lebensfreude, Lebensqualität: Für zahlreiche ältere Menschen klingen diese Begriffe inzwischen wie aus einer anderen Welt. Denn die Corona-Pandemie hat auch für Senioren vieles verändert. Ihnen fehlten und fehlen vor allem die sozialen Kontakte, die gerade für sie so wichtig sind. Professionelle und individuelle Unterstützung sowie Perspektiven können speziell in schwierigen Zeiten Senioren-Assistenten geben. Die entsprechende Nachfrage ist enorm gewachsen.

Birke

Hunderttausende Senioren und Seniorinnen sehnen sich nach regelmäßigen Gesprächen, Unternehmungen und Gesellschaft, weil es keine Freunde und Familienangehörige mehr für derartige Aktivitäten gibt. Dies ist nicht immer, aber häufig im weit fortgeschrittenen Alter der Fall. Ebenso oft ist der Wunsch nach Entlastung pflegender Angehöriger da, wenn Senioren-Assistenten um Unterstützung gebeten werden. Mit den Optionen der gesetzlichen Verhinderungspflege sowie der je nach Bundesland möglichen Inanspruchnahme von Entlastungsleistungen ist in vielen Fällen sogar eine Finanzierung der Dienstleistung durch die Pflegeversicherung denkbar.

Ein großer und stark anwachsender Tätigkeitsbereich der Senioren-Assistenten ist zudem die feinfühlige professionelle Begleitung, Beschäftigung und Aktivierung von Menschen mit Demenz. „Auf diese anspruchsvolle Aufgabe gehen wir in unseren Schulungen sowie in speziellen Fortbildungskursen ein“, erläutert Ute Büchmann. Sie hat das Ausbildungsmodell Senioren-Assistenz vor vielen Jahren entwickelt und wurde dafür von der angesehenen Körber-Stiftung 2019 mit dem „Zugabe-Preis“ ausgezeichnet. Rund 1.700 Frauen und Männer haben die entsprechende Qualifikation nach dem Plöner Modell inzwischen erlangt und sind als selbstständige Dienstleister bundesweit tätig. Auf dem kostenlosen Vermittlungsportal www.die-senioren-assistenten.de sind sie mit Profilen und Kontaktdaten zu finden.

Zukunftssicher und wachsend

Mit Unterstützung von Senioren-Assistentinnen und Senioren-Assistenten können ältere Menschen ihre Teilhabe am Leben oft zurückgewinnen. Begleitung zu Arztbesuchen, Spaziergänge, gemeinsame Ausflüge und Reisen, Erledigung von Einkäufen oder Korrespondenz, Biografiearbeit und Gedächtnistraining: Die Liste aktivierender oder unterstützender Tätigkeiten zum Wohl der Senioren ist lang. Wer sich für eine Ausbildung im Bereich Senioren-Assistenz nach dem Plöner Modell interessiert, findet alle Infos unter www.senioren-assistentin.de.

„Dieser Beruf ist zukunftssicher, allein wegen des demografischen Wandels wird die Nachfrage nach dieser Dienstleistung weiter wachsen“, so Ute Büchmann. djd


Starke Abwehrkräfte auch im Alter

Gegen Infekte besser gewappnet sein

Das vergangene Jahr hat es in aller Deutlichkeit gezeigt: Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und Co. erhöhen das Risiko, im Falle einer Infektionskrankheit schwer getroffen zu werden. Das gilt besonders für Senioren, da das Immunsystem ohnehin mit dem Alter schwächer wird und Erreger nicht mehr so effektiv abwehren kann. Kommen dann weitere Risikofaktoren hinzu, steigt die Wahrscheinlichkeit für gefährliche Krankheitsverläufe. Mit einer gesunden Lebensweise und gutem Management bestehender Gesundheitsprobleme lässt sich die Widerstandskraft aber verbessern.

Übergewicht den Kampf ansagen

Dazu gehört, chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes konsequent zu behandeln und für eine gute Einstellung der Werte zu sorgen. Wer hier bisher ein bisschen schludrig war, sollte sich für 2021 vornehmen, gemeinsam mit seinem Arzt einen wirksamen Therapieplan festzulegen und sich auch daran zu halten. Außerdem lässt sich durch eine gesunde Lebensweise viel für die eigene Widerstandsfähigkeit tun. Die Basis dafür ist eine ausgewogene Ernährung. Fett, Zucker und Alkohol sollten nur sparsam genossen werden, reichlich Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Meeresfische wie Hering, Lachs und Makrele tun dem Körper gut und helfen beim Abnehmen. Dazu sollten regelmäßig Nüsse, Hülsenfrüchte und Milchprodukte auf dem Speiseplan stehen, denn diese enthalten den gefäßschützenden und blutdruckregulierenden Eiweißbaustein Arginin – mehr dazu unter www.telcor.de. Hier kann auch eine Nahrungsergänzung sinnvoll sein: „Gerade bei ernsthaften Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes ist der Argininbedarf deutlich erhöht und kann kaum über die Ernährung gedeckt werden“, erklärt dazu der Bo-Kardiologe Dr. med. Hans-Joachim Christofor. „In meiner Praxis empfehle ich Patienten deshalb häufig eine natürliche Kombination aus Arginin und B-Vitaminen wie in ‚Telcor Arginin plus‘ aus der Apotheke.“ djd


Gesünder geht’s nicht

Gerade bei Seniorinnen und Senioren sollte das Fahrrad optimal eingestellt sein

Radfahren ist die ideale sportliche Betätigung für Seniorinnen und Senioren. Man verbraucht auf sanfte Art Kalorien und sorgt für eine Entlastung der Gelenke, der Kreislauf kommt in Schwung, Muskeln und Lunge sind gefordert. Und nicht zuletzt macht Radfahren gute Laune. Vor allem aber bleiben aktive Radler höheren Alters mobil und selbstständig.

Damit das Radfahren für Seniorinnen und Senioren auch wirklich gesundheitsfördernd ist, sollten Radgeometrie und Sattel möglichst optimal auf die Nutzerin und den Nutzer abgestimmt sein. So wird die Wirbelsäule geschont und man ist kraftsparend unterwegs. Denn dank optimaler Sitzposition ist eine geringere Halt- und Stützarbeit des Körpers notwendig. Ergonomie ist somit unerlässlich, um ein bequemes Radfahren zu ermöglichen.

Das Rad exakt einstellen lassen

„Bei der Anpassung an die individuellen Anforderungen setzt das sogenannte Bikefitting an. Im Profibereich ist es längst Standard“, weiß Thomas Bayer, Geschäftsführer beim Allgäuer Unternehmen „Die Sattelkompetenz“. Das Fahrrad und der Sattel werden dabei im Handel millimetergenau auf die Bedürfnisse und physiologischen Voraussetzungen der Fahrerin und des Fahrers eingestellt. „Optimalerweise sollten sich gerade Seniorinnen und Senioren bereits vor dem Kauf eines neuen Fahrrads vom neutralen Experten im Fachhandel mit Hilfe eines sogenannten Physiotherameters gezielt vermessen und beraten lassen“, rät Bayer. „Danach kann man sicher sein, eine fundierte Entscheidung in Bezug auf Geometrie und Rahmengröße getroffen zu haben.“ Unter www.die-sattelkompetenz.de gibt es ein bundesweites Verzeichnis der Fachhändler, die diesen Service anbieten. Diese stellen nicht nur neue Räder optimal auf individuelle Bedürfnisse ein, auch mit einem gebrauchten Fahrrad kann man die Fachgeschäfte aufsuchen.

Radfahren nach längerer Pause

Wenn Seniorinnen und Senioren nach einer längeren Pause wieder auf dem Sattel Platz nehmen, können sie obendrein ein Fahrradsicherheitstraining absolvieren. Dabei erlangen sie auf speziellen Übungsstrecken die nötige Sicherheit zurück. Solche Trainings werden in vielen deutschen Städten und Gemeinden angeboten. Das Tragen eines Fahrradhelms ist in Deutschland keine Pflicht – gerade ältere Menschen sollten ihren Kopf dennoch damit schützen. Wer unsicher ist, ob er mit seiner aktuellen gesundheitlichen Situation Radfahren darf, kann einen Gesundheits-Check beim Hausarzt vereinbaren. Außerdem weiß der oftmals bereits langjährig seine Patienten behandelnde Arzt sehr genau um den Gesundheitszustand seiner Patientin oder seines Patienten und kann demzufolge wertvolle Empfehlungen weitergeben. djd


Die Farbe entscheidet: Solange sind ärztliche Rezepte gültig

Rezepte sind nach der Ausstellung in der Arztpraxis nicht ewig gültig. Im Gegenteil: Manchmal bleiben für das Einlösen nur wenige Tage Zeit. Den entscheidenden Hinweis gibt die Farbe der kleinen Zettel, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) erklärt.

Rosa: Das ist die Farbe des Rezeptblatts für Gesetzliche Krankenversicherte. So ein Rezept ist 28 Tage gültig – nicht mehr einen Monat. Das ist eine neue Regel, die seit Samstag, dem 3. Juli gilt und die Vereinheitlichung bringen soll.

Blau: Das Rezeptblatt für Privatversicherte ist pauschal drei Monate gültig. Außer, es wird eine konkrete Gültigkeitsdauer genannt.

Gelb: Auf diesen sogenannten BtM-Rezepten werden Betäubungsmittel verordnet, beispielsweise stark wirksame Schmerzmittel. Gültigkeit: sieben Tage. 
        

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