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08:25 22.11.2017

Wirtschaft & Finanzen

22.11.2017

Sie sind Festtage für Schnäppchenjäger und Höhepunkte im Weihnachtsgeschäft: Pünktlich zum Black Friday (24. November) und dem darauf folgenden Cyber Monday (27. November) senken auch dieses Jahr wieder viele Händler ihre Preise. Wer neue Software braucht, günstig Lebensmittel kaufen oder verreisen möchte, darf auf ein echtes Schnäppchen hoffen: Anbieter aus diesen drei Bereichen senken ihre Preise am Black Friday und Cyber Monday traditionell am stärksten. Auch Kosmetikartikel, Unterhaltungsprodukte oder Einrichtungsgegenstände für die Wohnung sind häufig stark reduziert.

In Deutschland ist der Rabatt-Wahnsinn im Vorweihnachtsgeschäft spätestens 2013 ausgebrochen. Damals bewarben bereits 500 Händler ihre Angebote zum Black Friday. Den Auftakt machte das Unternehmen Apple schon 2006, vor allem um den damals stockenden Absatz des iPods anzukurbeln. Dass ein US-Konzern den ersten Schritt gemacht hat, verwundert nicht: In den USA ist der Black Friday schon lange ein fester Termin im Shopping- Kalender. Das liegt auch am Datum: Der „schwarze Freitag“ ist der Tag nach dem Thanksgiving-Feiertag – ein perfekter Anlass für ein verlängertes Wochenende in der Familie, bei dem man schon die ersten Weihnachtseinkäufe erledigen kann. In vielen Städten öffnen die Geschäfte traditionell schon um 5 Uhr morgens. Manche Schnäppchenjäger harren deshalb die ganze kalte Novembernacht vor dem Geschäft ihrer Träume aus, um bei Tagesanbruch die Ladentür sprichwörtlich einzurennen – im Englischen heißen Schnäppchen deshalb auch „doorbusters“.

Bilder und Videos von durch die Ladengänge jagenden Menschen, wie man sie aus den USA kennt, sind in Deutschland eher selten. Hier werden die meisten Rabatte online angeboten. Im vergangenen Jahr hätten bereits 16 Prozent der Verbraucher den Black Friday für reduzierte Einkäufe genutzt und dabei pro Kopf 170 Euro ausgegeben, berichtete der Handelsverband Deutschland (HDE). Ähnlich sähen die Pläne der Verbraucher auch in diesem Jahr aus. Dabei sind die Aktionen häufig nicht mehr auf die beiden Tage begrenzt. Einige Handelsunternehmen veranstalten ganze Cyber-Wochen.

Auch wenn Black Friday und Cyber Monday die bekanntesten Shopping-Events sind: Schnäppchen können Verbraucher auch noch im Dezember machen. Viele Händler reduzieren dann – angelehnt an einen klassischen Adventskalender – die Preise für täglich wechselnde Produkte oder Warengruppen. Gute Nachricht für nachlässige Shopper: Denn gerade weil Weihnachten am Ende für viele so überraschend schnell vor der Türe steht, ist es besser, vorzusorgen und schon das eine oder andere Schnäppchen in der Hinterhand zu haben. Da kommt der Rabatt-Wahnsinn gerade recht.

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