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Themenwelten
01:05 28.11.2020

Bis auf den letzten Platz gefüllte Kirchen an Heiligabend? Eher nicht. Wegen der Corona-Pandemie müssen sich die Kirchen unter ganz anderen Bedingungen auf die Adventszeit und Heiligabend vorbereiten. Und ob es dann so bleibt, ist offen.

Kirchenkreis Delitzsch

Wir haben überall Hygienekonzepte erstellt, bitten um Abstandhalten und Maskenpflicht. In Delitzsch sind wir gesegnet mit vielen schönen und großen Räumen“, sagt Pfarrer Stephan Pecusa von der evangelischen Kirchgemeinde Delitzsch. „Die Adventsgottesdienste finden wie immer in der Hospitalkirche statt, nur auf Kaffee und selbst gebackene Plätzchen im Anschluss müssen wir in diesem Jahr verzichten. Den Heiligen Abend feiern wir 14 und 15 Uhr in der Stadtkirche mit Krippenspielen der Kinder sowie 17 und 18 Uhr mit musikalischen Christvespern. Zur Christnacht mit einem Weihnachtsspiel der Jungen Gemeinde laden wir ab 22 Uhr wieder in die Hopsitalkirche ein“, zählt er auf. Die Gottesdienste werden kürzer sein als gewohnt und für alle Feiern am Heiligen Abend braucht es in diesem Jahr eine Anmeldung. Diese wird ab dem 1. Dezember zu den Öffnungszeiten des Gemeindebüros in der Schloßstraße 6 zu erhalten sein. So könnten die Besucherströme gelenkt und zugleich die Kontaktverfolgung gewährleistet werden.

An den Krippenspielen wird also festgehalten – „nur doppelt und mit kräftigem Lüften zwischendurch“, so Pfarrer Pecusa. Ob es wirklich bei den Gottesdienstideen bleibt, sei in diesen verworrenen Zeiten schwer zu sagen. Das aktuelle Programm ist unter anderem auf der Seite www.kirchengemeinde-delitzsch.de ersichtlich.

Kirchenkreis Eilenburg

In Eilenburg ist derzeit noch vieles offen. „Für die Christvespern am Heiligen Abend sind die Überlegungen noch nicht abgeschlossen. Jeder Ort hat andere Bedingungen. Manche Christvesper wird draußen stattfinden, manche Orte sind noch unklar. Auch digitale Übertragungsvarianten sind in Planung“, sagt Edelgard Richter, Pfarrerin der Rinckart-Kirchgemeinde Eilenburg. Fest steht: In der Kirche gelten die Abstandsregeln, Sitzplätze sind markiert. Es gilt für die gesamte Aufenthaltsdauer Mund-Nasenschutz-Pflicht. Die Kontaktdaten werden am Eingang notiert und in Eilenburg werden im Vorfeld über das Gemeindebüro, Nikolaiplatz 3, Platzkarten vergeben.

„Krippenspiele können in der üblichen Form (vermutlich) nicht aufgeführt werden. Sollten die Kinder im Dezember proben dürfen, wird in Eilenburg um 15 Uhr ein Spiel durch die Singschule aufgeführt. In Doberschütz ist geplant, im Vorfeld mit den Spielern einen Film zu drehen und diesen im Gottesdienst zu zeigen. Für Draußen-Varianten steht der Posaunenchor parat“, berichtet die Pfarrerin. An jedem Adventssonntag finde mindestens ein Gottesdienst im Pfarrbereich Sprotta/Eilenburg statt. Das aktuelle Programm steht auf www.kirche-eilenburg.de.

Krippenspiel für Zuhause

Aufgrund der Corona-Pandemie wird es in diesem Jahr rund um Weihnachten anders sein. Damit aber nicht ganz auf liebgewonnene Rituale verzichtet werden muss, produziert KiKA aktuell gemeinsam mit dem MDR ein Krippenspiel für Kinder und Familien. Die Premiere von „Paule und das Krippenspiel“ wird pünktlich Heiligabend ab 15.45 Uhr gezeigt.

Gemeinsam mit der renommierten Kinder- und Jugendbuchautorin Kirsten Boie und Filmautor Michael Demuth wird das Drehbuch erarbeitet. Eine Geschichte aus Boies erstem Buch „Paule ist ein Glücksgriff“ dient als literarische Vorlage und wird zeitgemäß für Heiligabend adaptiert. In „Paule und das Krippenspiel“ geht es neben der weihnachtlichen Botschaft, um Zusammenhalt, Durchhaltevermögen, Freundschaft, Kreativität und Hilfsbereitschaft. „Ich wünsche mir, dass dieser Film für viele Menschen in der schwierigen Corona-Zeit eine Viertelstunde der Weihnachtsfreude sein kann. Schließlich erzählt er uns: Jede und jeder kann ein Engel sein!“, so Kirsten Boie.

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