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Home Sonderthemen Sport & Fitness Wechsel an der Spitze des Kreissportbundes
16:00 14.02.2020
Andrea Heinze gibt den Staffelstab weiter an René Schober. Foto: Olaf Krenz

Der Kreissportbund (KSB) Landkreis Leipzig hat zum Jahreswechsel seine doppelte Staffelstab-Übergabe beendet. René Schober hat die Nachfolge von Geschäftsführerin Andrea Heinze übernommen, die in den Ruhestand gegangen ist. Der bisherige Sportjugend-Referent ist damit nun Chef des mit ihm siebenköpfigen angestellten Teams in der KSB-Geschäftsstelle Naunhof. Bereits im Mai 2019 war Andreas Woda als ehrenamtlicher Präsident der größten Organisation im Landkreis gewählt worden und Vorgänger Wolfgang Klinger als Vize in die zweite Reihe gerückt.

Da Heinze ihren Ausstieg frühzeitig angekündigt hatte, fand das Auswahlverfahren im ersten Drittel des Vorjahres statt. Das KSB-Präsidium prüfte die vier internen und einen externen Bewerber in mehreren (Gesprächs-)Runden für eine Bestenkür, wie es Klinger formulierte. Schließlich wurde einstimmig Schober benannt.

Der hatte ein reichliches halbes Jahr Zeit für die Einarbeitung. Geboren in Freiberg, „war ich schon von Kindesbeinen an im Sportverein“, sagt Schober. „Erst habe ich Fußball gespielt, dann auch Badminton.“ Mit Anfang 20 engagierte er sich als Übungsleiter. Beim Studium der Sportwissenschaften schrieb er seine Diplomarbeit über die Bundesliga-Fußballerinnen des USV Jena, erklärt der jetzt 37-Jährige. Zudem arbeitete er in deren Geschäftsstelle, „wo ich viel über professionelle Strukturen mitgenommen habe“. Nächste Station war die Technische Universität Clausthal im Harz (Niedersachsen). „Dort habe ich den Hochschulsport mit aufgebaut und verwaltet.“
   

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2015 kam Schober zum Kreissportbund nach Naunhof. Dort hat er bisher die Arbeit der Sportjugend koordiniert, sich um die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing gekümmert, entwickelte etwa die neue Homepage. Den längst eingeleiteten Modernisierungsprozess will er nun weiter vorantreiben. „Wir sind Dienstleister für die Vereine. Der Gedanke ist mir extrem wichtig. Wir müssen ihnen Mehrwert liefern.“ Dafür hofft er, das große Netzwerk seiner Vorgängerin übernehmen zu können.

„Ich freue mich auf die Herausforderung“, so der Leipziger. „Auf jeden Fall will ich mein Team, meine Kollegen mitnehmen. Sie sind alle hochqualifiziert und haben ihre Stärken.“

Ein Projekt, das schnell umgesetzt werden soll, ist das Internetportal „Kindersport“: „Es ist für die Vereine unheimlich wichtig, immer wieder Nachwuchs zu gewinnen.“

Für Andrea Heinze hingegen ist nach 39 Jahren und vier Monaten hauptamtlicher Tätigkeit im Kreis-Sport der Abschied gekommen. Vor wenigen Tagen hatte der KSB Heinze mit einer großen Feier in den Ruhestand verabschiedet. „Mein Mann folgt in Kürze, und wir wollen jetzt gemeinsam die schönen Dinge des Lebens genießen“, sagt sie.

Wozu sie in erster Linie die Beschäftigung mit der Familie, speziell den zwei Enkeln, zählt, die in der Vergangenheit häufig hintenanstehen musste. Auch ein paar Reisen soll es geben. „Es gibt keine Chance, dass ich in ein Loch falle.“ Zumal die 63-Jährige weiter die zwei Bornaer Seniorensportgruppen betreuen will.

Zur Verabschiedung von Andrea Heinze: https://www.lvz.de/Region/Borna/Grosse-Party-Kreissportbund-verabschiedet-Heinze-in-Ruhestand
  

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