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Themenwelten
10:39 14.09.2021
Für seine Radreiseanalyse befragt der ADFC jährlich die Bundesbürger zu ihrer Radreise, den beliebtesten Radfernwegen sowie -reiseregionen. Foto: ADFC/ Marcus Gloger

Reisen waren 2020 durch die Pandemie nur stark eingeschränkt möglich. Die Radreiseanalyse 2021 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zeigt, dass die Zahl der Radreisen 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent gesunken ist. Damit war der Radtourismus aber weniger stark betroffen als andere touristische Bereiche. ADFC-Tourismusexpertin Janine Starke sagt: „2020 war ein besonders schwieriges Reisejahr und hat uns gezeigt, wie wichtig der Radtourismus für den Deutschland-Tourismus ist. Besonders die Zahl derjenigen, die zum ersten Mal eine Radreise unternommen haben, birgt großes Potenzial, denn die Radreisenden waren sehr zufrieden mit ihrer Reiseentscheidung.“

Die ADFC-Radreiseanalyse findet seit 1999 jährlich statt und ist eine repräsentative Onlinebefragung. In diesem Jahr nahmen knapp 10 700 Bundesbürgerinnen und -bürger teil.

Mehr Ausflüge in der Freizeit

31 Millionen Bürgerinnen und Bürger haben 2020 mindestens einen Tagesausflug mit dem Fahrrad unternommen. Das sind zwar drei Millionen weniger als im Vorjahr, allerdings stieg die absolute Zahl der Tagesausflüge selbst. Das bedeutet, dass jene Personen, die Tagesausflüge machten, 2020 mehr davon unternommen haben. Im Durchschnitt verzeichnet die Radreiseanalyse pro Tagesausflügler 16,4 Ausflüge in der Freizeit (2019: 10), das entspricht einem Anstieg um mehr als 40 Prozent auf 464 Millionen Radausflüge.

1,8 Millionen Neuaufsteiger

Als Folge der Corona-Pandemie reisten 1,9 Millionen Menschen weniger als im Vorjahr mit dem Rad. Allerdings zeigt vor allem die Zahl der Neuaufsteiger im Urlaub eine sehr erfreuliche Tendenz. Mehr als die Hälfte der 3,5 Millionen Radreisenden saß 2020 das erste Mal im Sattel. Dabei fiel die Reiseentscheidung bei knapp 50 Prozent erst einen Monat oder sogar erst eine Woche vor Abreise. Wenig überraschend verschob sich der Hauptreisezeitraum aufgrund des ersten Lockdowns von Mai/Juni auf Juli/August. Für rund 40 Prozent der Radreisenden war die Radreise Ersatz für eine verschobene oder abgesagte Reise, für über die Hälfte war es sogar der Haupturlaub.

Elberadweg an der Spitze

Der Elberadweg kämpft sich an die Spitze der beliebtesten Radfernwege, dahinter folgen Weser-Radweg, Ostseeküstenradweg, Main-Radweg und Donauradweg.

Zufrieden mit Entscheidung

77 Prozent der Radreisenden, die 2020 einen Radurlaub gemacht haben, gaben in der Umfrage an. auch 2021 einen Radurlaub zu planen. Sogar fast die Hälfte derer, die 2020 keinen Radurlaub gemacht haben, möchten in diesem Jahr einen unternehmen. Fast 80 Prozent wollen dabei in Deutschland bleiben.

Weitere Infos auf www.adfc.de