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Themenwelten
12:09 22.07.2021
Wer in der Mietwohnung den Hund einziehen lassen will, sollte vorher den Vermieter informieren. Foto: Christin Klose/dpa

Tiere in der Nachbarschaft sind keine Seltenheit: Fast in jedem zweiten Haushalt leben Haustiere, berichtet die Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 8/2021). Und viele von ihnen in Mietwohnungen. Ob das erlaubt ist, lässt sich nicht allgemein beantworten, so die Deutsche Presse-Agentur. Es komme auf die Regeln im Mietvertrag an.

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Dabei gilt: Pauschal dürfen Vermieter die Haltung nicht verbieten, heißt es in der Zeitschrift. Gewöhnliche Kleintiere wie Zierfische oder Hamster sind immer erlaubt. Will ein Mieter sich einen Hund oder eine Katze zulegen, dann sollte er oder sie fragen.

Vermieter müssen hier die Interessen aller Mietvertragsparteien und der Nachbarn abwägen. Sie dürfen aber nicht willkürlich ihre Zustimmung zur Hunde- und Katzenhaltung verweigern, so ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) – Az: VIII ZR 168/12. Eine entsprechende Klausel im Mietvertrag ist also unwirksam.

Ungewöhnliche Kleintiere

Kleintiere sind laut BGH Tiere, die in geschlossenen Behältnissen gehalten werden können. Sie stellen keine Beeinträchtigung für die Wohnung dar und stören niemanden (Az.: VIII ZR 340/06). Die Haltung gehört zum vertragsmäßigen Gebrauch der Mietwohnung. Eine Erlaubnis muss nicht eingeholt werden. Aber: Für ungewöhnliche Tiere, wie eine Gift- oder Würgeschlange, gilt das laut Amtsgerichts BerlinCharlottenburg nicht automatisch (Az.: C 10 166/88). Und wird ein erlaubtes Haustier gefährlich, weil es zum Beispiel andere Menschen verletzt, kann die Haltung untersagt werden. Das entschied das Amtsgericht München im Falle eines Minischweins (Az.: 413 C 12648/04).