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Themenwelten
12:26 18.07.2021
Nähe und Zusammensein: Auch in der Pandemie gibt es Mittel und Wege, um Einsamkeitsgefühlen bei Pflegebedürftigen vorzubeugen. Foto: Tom Weller/dpa-mag

Corona verschärft die Gefahr von sozialer Isolation, gerade bei Älteren und Pflegebedürftigen – und kann zu Einsamkeit führen. Doch auch in Pandemiezeiten gibt es Wege zum Gegensteuern. Zeigen ältere und pflegebedürftige Menschen Zeichen von Einsamkeit, sollten Angehörige und Pflege-kräfte diese wahrnehmen. Leicht zu erkennen seien die Signale jedoch nicht immer – das liegt unter anderem daran, dass das Gefühl nicht zwingend mit der Anzahl der Kontakte der Betroffenen zusammenhängt. Darauf weist das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hin.

Worauf man achten sollte: Wirkt jemand traurig? Oder ist die Person sehr in der Mobilität eingeschränkt, sodass sie vielleicht ungewollt viel allein ist? Ansprechen ist der wichtigste Tipp in so einem Fall. Man sollte fragen, was mit Blick auf soziale Kontakte gewünscht ist, und bei der Umsetzung helfen. Während Geselligkeit die Gesundheit fördern kann, können soziale Isolation und Einsamkeitsgefühle die Psyche belasten und auf Dauer körperlich krank machen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen sind zwei mögliche Folgen.

Das ZQP macht auch auf den Unterschied zwischen den Begriffen aufmerksam: Während soziale Isolation ein objektiver Zustand mit wenigen sozialen Kontakten sei, beschreibe Ein­samkeit das subjektive Gefühl des Alleinseins. Einsamkeit könne also auch auftreten, wenn jemand viel Umgang hat – zugleich muss jemand, der nur wenige Kontakte mit anderen hat, nicht zwangsläufig einsam sein.

Das Risiko für eine soziale Isolation steige im Alter – unter anderem, weil es wahrscheinlicher wird, dass nahestehende Personen sterben. Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie verschärfen die Situation momentan zusätzlich.

Kontakt halten – auch in der Pandemie

Viele Dinge, um Isolation und möglichen Einsamkeitsgefühlen vorzubeugen, lassen sich laut dem ZQP aber auch in diesen Zeiten umsetzen. Dazu zählt beispielsweise, dass ein Telefon für die Pflegebedürftigen stets gut erreichbar ist und sie es auch bedienen können sollten. Feste Termine für Telefonate oder auch Besuche sind förderlich. Gleiches gilt für regelmäßige Aktivitäten, wie Ausflüge und Rätseln oder Zeitunglesen. dpa

Mehr Tipps zur sozialen Einbindung älterer pflegebedürftiger Menschen auf www.pflege-praevention.de

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