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07:24 08.05.2021
Zweikampfstark und treffsicher: Mit fünf Treffern hatte RB-Angreifer Yussuf Poulsen (l./hier gegen den Wolfsburger Maximilian Arnold) großen Anteil am Final-Einzug seines Teams. Foto: PICTURE POINT / S. Sonntag

Fünf Spiele, fünf Siege, 14:1 Tore: Die aktuelle DFB-Pokalsaison, die neunte in der 12-jährigen Vereinsgeschichte, ist für die Kicker von RB Leipzig bislang eine einzige Erfolgsgeschichte. Vor allem beim 2:1-Last-Minute-Sieg im Halbfinale in Bremen ließen die Mannen um Trainer Julian Nagelsmann bis zum Abpfiff der 120 Minuten keinen Zweifel daran, dass sie den Pott in diesem Jahr unbedingt nach Leipzig holen wollen. Einen großen Anteil am Finaleinzug hat vor allem Yussuf Poulsen, der in den fünf bisherigen Runden fünf Treffer erzielte.

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Gleich zum Auftakt im September gab es einen souveränen 3:0-Sieg gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Bereits in der 3. Minute nutzte Amadou Haidara einen Abspielfehler des Nürnberger Torhüters Christian Mathenia. In der Folgezeit geriet der Erstrundensieg nie in Gefahr, auch wenn es lange Zeit bei der nur knappen Führung blieb. In der zweiten Halbzeit schraubten Yussuf Poulsen und Hee-Chan Hwang die Führung auf ein standesgemäßes 3:0.

Auch in der zweiten Runde – im letzten Spiel vor der kurzen Weihnachtspause – stand am Ende gegen den Liga-Konkurrenten FC Augsburg ein souveränes 3:0 auf der Anzeigetafel. Schon in der 11. Minute köpfte Abwehr-Ass Willi Orban sein Team auf die Siegerstraße. Weitere Chancen zur Vorentscheidung konnten zunächst nicht genutzt werden. Erst in der Schlussphase stellten Yussuf Poulsen und Angelino mit ihren Treffern den völlig verdienten Einzug in das Achtelfinale sicher.

Hier war der aktuelle Zweitliga-Spitzenreiter VfL Bochum zu Gast in der Red Bull Arena – und von Anfang an ebenfalls chancenlos. Und wieder war ein frühes Tor von Amadou Haidara (10. Minute) der berühmte „Dosenöffner“. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Marcel Sabitzer per Elfmeter zum vorentscheidenden 2:0. Nach der Pause schraubte Yussuf Poulsen mit seinem Doppelpack das Ergebnis noch weiter in die Höhe.


Deutlich schwerer war die Aufgabe im Viertelfinale. Kein Wunder: Hier empfingen die RB-Kicker im Duell der abwehrstärksten Mannschaften der Liga schließlich den VfL Wolfsburg. Hier hatten die Leipziger zunächst noch Glück, als der Wolfsburger Wout Weghorst bei einem Elfmeter in der 26. Minute wegrutschte und den Schuss damit weit über den Kasten setzte. In der 63. Minute sorgte Yussuf Poulsen mit seinem Rechtsschuss für die Führung. Der eingewechselte Hee Chan-Hwang stellte den Sieg mit seinem Tor in der 88. Minute endgültig sicher.

Deutlich länger mussten RB-Kicker und -Fans in der Runde der besten Vier beim abstiegsbedrohten SV Werder Bremen um den entscheidenden Schritt ins Finale zittern. Dabei hatten die „Bullen“ zwar die besseren Chancen, Tore gelangen aber nicht. Als sich alle schon auf das Elfmeterschießen vorbereiteten, ließ Emil Forsberg mit seinem Treffer zum 2:1 alle Dämme brechen.

Im zweiten DFB-Pokal-Finale ihrer 12-jährigen Vereinsgeschichte wollen die Leipziger ihren ersten „Pott“ holen. Bei der Final-Premiere 2019 gegen den FC Bayern München zahlten Peter Gulacsi und Co. jede Menge Lehrgeld und mussten sich am Ende klar mit 0:3 geschlagen geben. Von den damals 14 eingesetzten RB-Spielern haben 13 die Chance, es nun gegen den BVB besser zu machen. Nur Angreifer Timo Werner verließ den Verein im letzten Sommer Richtung FC Chelsea. Andreas Neustadt


Ein Blick zurück

RBL gegen BVB: Beide Mannschaften standen sich bislang neun Mal gegenüber – Zwei Mal gewannen die Leipziger

Es war der 10. September 2016, ein Tag, der noch heute in den Köpfen aller RB-Fans fest verankert. Am Abend dieses Spätsommer-Tages fand in der Red Bull Arena schließlich Historisches statt. Das Duell zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund war nicht nur das erste Bundesliga-Heimspiel der RBL-Vereinsgeschichte. Nach 93 hochemotionalen Minuten konnte der frischgebackene Aufsteiger mit mehr als 42.500 Fans auch gleich seinen ersten Sieg in der höchsten deutschen Spielklasse feiern – und das auch noch gegen einen solchen Hochkaräter. Im ersten Heimspiel unter Trainer Ralph Hasenhüttl, der an diesem zweiten Spieltag der Saison 2016/17 sein goldenes Einwechsel-Händchen unter Beweis stellte. „Held dieses Samstagabends“ war der kurz zuvor eingewechselte Naby Keita, der in der 89. Minute nach einem Zuspiel des ebenfalls eingewechselten Oliver Burke den Siegtreffer erzielte und damit aus der Red Bull Arena endgültig ein Tollhaus machte. Unvergesslich!

Premieren-Duell im DFB-Pokal

Es war einer von bislang zwei RBL-Siegen gegen den BVB in der RBL-Historie. Am 14. Oktober 2017 gelang den Leipzigern sogar ein 3:2-Erfolg in Dortmund vor mehr als 80.000 Zuschauern. Es war der bislang letzte Erfolg der Leipziger gegen die Schwarz-Gelben. Von den 14 eingesetzten RB-Spielern von damals sind immerhin noch acht Akteure dabei – alle mit guten Chancen, auch im DFB-Pokal-Finale zum Zuge zu kommen. Bei den Dortmundern ist im Pokal-Endspiel wahrscheinlich kein einziger Akteur von damals dabei. Neunmal standen sich RB und der BVB bislang in der Bundesliga gegenüber. Duell Nummer zehn steht an diesem Samstag (8. Mai, 15.30 Uhr) in Dortmund an. Fünf Tage später steigt das erste Aufeinandertreffen der beiden Vereine im DFB-Pokal. In den letzten sechs Duellen erwiesen sich die Dortmunder bei zwei Unentschieden und fünf Niederlagen meist als zu stark für RB. Dass soll sich in diesen Tagen, an den gleich zwei Duelle (Bundesliga und Pokal) anstehen, wieder ändern. Andreas Neustadt

Übrigens: Torhüter Peter Gulacsi war in allen neun Duellen gegen den BVB dabei. Abwehr-Ass Dayot Upamecano, der in der Winterpause 2016/17 nach Leipzig kam, fehlte nur im legendären ersten Aufeinandertreffen. Da spielte er noch in Salzburg.