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Themenwelten
01:05 08.01.2022
Lichtblick in manchmal düsteren Zeiten: Christopher Nkunku zählte zu den RBL-Leistungsträgern. Foto: picture point/Roger Petzsche

Die Ausgangsposition für die zweite Hälfte der Saison 2021/2022 ist – vorsichtig formuliert – semioptimal: Von den eigenen Champions-League-Ansprüchen ist RasenBallsport Leipzig aktuell ein ganzes Stück entfernt, 22 Punkte auf dem Konto genügen gerade einmal für das graue Bundesliga-Mittelmaß.

Mit einem richtig schlechten Gefühl musste man anno 2021 in die fußballfreien Tage gehen, wenn man es mit den „Roten Bullen“ hielt: Diese 0:2-Niederlage gegen Arminia Bielefeld war der Gipfel einer „Hinrunde wie ein Totalschaden“ (so treffend formulierte es der „Sportbuzzer“ in seinem Rückblick). Verbunden mit der schmerzlichen Erkenntnis, dass auch der Trainerwechsel nicht zu jenem erhofften Sofort-Umschwung führte.
   

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Fehleranalysen sind derweil viele vorgenommen worden: Der Tenor war bei ziemlich vielen ähnlich – die Wahl des US-Amerikaners Jesse Marsch neuer Cheftrainer sei ein großes Missverständnis gewesen. Weil die RBL-Mannschaft in den beiden Jahren unter Julian Nagelsmann offenbar doch eine deutliche Entwicklung weg vom klassischen „Red-Bull-Stil“ mit permanenten Balljagen, Umschalten und Vertikalspielen genommen hatte. Und weil sich auch aus diesem Grunde ziemlich flott eine grundsätzliche Entfremdung zwischen Trainer und Mannschaft einstellte (RBL-Klubchef Oliver Mintzlaff hatte nach der Entlassung des US-Amerikaners verraten, dass dieser schon nach dem siebten Spieltag von Selbstzweifeln geplagt wurde ob der Vereinbarkeit von Spielphilosophie und Kader). Dazu kamen die Nachwirkungen von personellen Veränderungen auf und neben dem Platz: Der Abgang von Dayout Upamecano, Ibrahima Konaté und vor allem Marcel Sabitzer hatte den „Roten Bullen“ richtig wehgetan und auch die Tatsache, dass der Sportdirektorenstuhl nach dem Abschied von Markus Krösche unbesetzt blieb, hatte seine Auswirkungen.

Dabei hatte es in der Hinrunde 2021/2022 schon auch Momente gegeben, in denen erkennbar war, was da noch drinsteckt im RBL-Tank. Was diese Mannschaft auf den Platz bringen kann, zeigte sich beispielsweise in der Champions League gegen Paris St Germain: In beiden Partien agierten die Leipziger (mindestens) auf Augenhöhe, konnten sich aber nicht mit zwei durchaus möglichen Siegen belohnen. Ach ja – in diesem Zusammenhang muss unbedingt der Name Christopher Nkunku fallen: Der Leipziger Offensivmann zählte zu den Spielern, die sich in den letzten Monaten nachhaltig in den Vordergrund spielten. Und weil man mal dabei ist: Mit Josko Gvardiol und Mohamed Simakan hat man zwei (neue) Innenverteidiger im Kader, die das Zeug haben, schmerzliche Abgänge vergessen zu lassen. Rechnet man die erkennbaren Lichtblicke bei Stürmer André Silva und dem hochveranlagten Dominik Szoboszlai hinzu, könnte was gehen unter der Führung von Domenico Tedesco – aber das ist schon wieder eine andere (nebenstehende) Geschichte ... JW
   

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