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01:05 08.01.2022
Der Hoffnungsträger der „Roten Bullen“: Cheftrainer Domenico Tedesco Foto: RB Leipzig

Mit dem bloßen Auge war sie auch in der Saison 2021/2022 kaum wahrzunehmen, diese berühmte Winterpause: Ob diese Tatsache, dass man nur eine Hand voll Tage zum Durchschnaufen hatte und noch weniger zum Vorbereiten nun ein Fluch oder ein Segen ist für die Bundesliga-Mannschaft von RasenBallsport Leipzig, wird sich mit Sicherheit auf dem grünen Rasen zeigen. Wobei man ja mit dem Gegner am Sonnabend, 8. Januar (Anstoß 15.30 Uhr in der Red Bull Arena), schon noch eine Rechnung offen hat: Das 0:1 gegen den FSV Mainz 05 war der erste Dämpfer für die erfolgsverwöhnten „Roten Bullen“.

Und wie man es auch dreht und wendet – wirklich viel Zeit bleibt dem Cheftrainer Domenico Tedesco nicht, um seine Mannschaft auf eine anspruchsvolle Rückrunde nebst Europa-League- und DFB-Pokal-Aufgaben vorzubereiten. Immerhin hielten sich in den vergangenen Tagen die guten und schlechten Nachrichten in Sachen Personal einigermaßen die Waage: Da ist auf der einen Seite der verletzungsbedingte Ausfall von Emil Forsberg (der übrigens als amtierender Fußballer des Jahres in Schweden in die Fußstapfen eines gewissen Zlatan Ibrahimovic getreten ist), der für lange Gesichter am Cottaweg sorgte – immerhin muss man damit für die nächsten Wochen auf einen echten Unterschiedsspieler verzichten. Auf der anderen Seite meldeten sich Lukas Klostermann, Yussuf Poulsen und Konrad Laimer drei Leistungsträger wieder zurück, auch Dani Olmo wird wieder an das Team herangeführt. Wenn da nur nicht Corona wäre: Christopher Nkunku und André Silva wurden im Urlaub positiv getestet und fehlten beim Trainingsstart am Montag.

Veränderungen sind derweil schon zu erkennen im RBL-Kosmos: So teilte man am Montag via Twitter mit, dass Marco Kurth mit sofortiger Wirkung nicht mehr Co-Trainer fungieren werde – eine Sache mit offenem Ende. „Zu gegebener Zeit werden sich beide Seiten über eine mögliche weitere Zusammenarbeit austauschen“, heißt es in einer Information des Bundesligisten. Damit stehen Andreas Hinkel, Max Urwantschky, Torwart-Trainer Frederik Gößling und die Athletiktrainer Ruwen Faller, Kai Kraft und Daniel Behlau im Team von Domenico Tedesco. Ausgedünnt wird derweil auch der üppige Leipziger Kader: Stürmer Brian Borbbey kehrte zu Ajax Amsterdam zurück, auf Leihbasis bis zum Sommer. Auch Mittelfeldmann Caden Clark wird erst einmal weiter bei den New York Red Bulls am Ball bleiben, leihweise natürlich. Ganz weg sind hingegen Marcelo Saracchi nach einer einvernehmlichen Vertragsauflösung und Luan Candido, der in diesen Tagen von Red Bull Bragantino nach der Leihe fest verpflichtet wurde.

Tja, was bleibt, ist der immer ungewisse Blick in die Zukunft, verbunden mit einer gehörigen Portion Grundspannung: Wie kann es Domenico Tedesco gelingen, bei einem anspruchsvollen Fussballklub, der sich im Eigenverständnis in Champions-League-Regionen sieht, den Spagat zwischen strikter Ergebnisorientierung und dem entwickelndem Einpflanzen der eigenen Spielphilosophie hinzubekommen? Dass er auf letzteres nicht verzichten möchte, hatte er in einem Interview mit der „Leipziger Volkszeitung“ deutlich formuliert. „Aber als Trainer musst du dich auch mal vom reinen Ergebnis lösen“, gab Domenico Tedesco da zu Protokoll. Was aber vermutlich mit Blick auf die kommenden Spiele gegen Mainz, Stuttgart und Rostock (im DFB-Pokal) wenig an dem Anspruch ändern dürfte, dass nach der jeweiligen Spielzeit doch bitteschön die größere Zahl auf der Leipziger Seite stehen möge ... Jens Wagner


So wird das erste Halbjahr 2022

Der Blick auf den RB-Leipzig-Spielplan

Mindestens 20 Pflichtspiele haben die „Roten Bullen“ im ersten Halbjahr 2022 noch vor der Brust – und es dürfen aus Leipziger Sicht gern noch ein paar mehr werden, entsprechende Ergebnisse in den Pokal-Wettbewerben vorausgesetzt. Hier folgt nun der Überblick der bislang fest avisierten Ansetzungen in allen drei Wettbewerben:

Bundesliga

8. Januar, 15.30 Uhr – FSV Mainz 05 (H)
15. Januar, 15.30 Uhr – VfB Stuttgart (A)
23. Januar, 15.30 Uhr – VfL Wolfsburg (H)
5. Februar, 18.30 Uhr – Bayern München (A)
11. Februar, 20.30 Uhr – 1. FC Köln (H)
20. Februar, 19.30 Uhr – Hertha BSC (A)
27. Februar, 15.30 Uhr – VfL Bochum (A)
5. März, 15.30 Uhr – SC Freiburg (H)
13. März, 19.30 Uhr – SpVgg Greuther Fürth (A)
20. März, 15.30 Uhr – Eintracht Frankfurt (H)
Wochenende 2. April – Borussia Dortmund (A)
Wochenende 9. April – TSG 1899 Hoffenheim (H)
Wochenende 16. April – Bayer Leverkusen (A)
Wochenende 23. April – 1. FC Union Berlin (H)
Wochenende 30. April – Borussia Mönchengladbach (A)
Wochenende, 7. Mai – FC Augsburg (H)
14. Mai, 15.30 Uhr – Arminia Bielefeld (A)

Europa League (Zwischenrunde)

17. Februar, 21 Uhr – Real Sociedad San Sebastián (H)
24. Februar, 18.45 Uhr – Real Sociedad San Sebastián (A)

DFB-Pokal (Achtelfinale)

19. Januar, 18.30 Uhr – FC Hansa Rostock (H)
  

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