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Home Sonderthemen Beruf & Bildung Noch gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz
13:32 06.02.2020
DER BERUF Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel rangiert aktuell auf Platz eins der beliebtesten Berufe in Mittelsachsen. Foto: Marijan Murat/dpa 
Wagner
Mahrenholz GmbH & Co. KG

Die Chancen für mittelsächsische Schülerinnen und Schüler auf eine Ausbildung sind derzeit gut – rein rechnerisch steht für jeden Bewerber eine Ausbildungsstelle zur Verfügung, heißt es von Seiten der Agentur für Arbeit Freiberg.

Jedoch hängt der Erfolg, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, laut Agentur für Arbeit von verschiedenen Faktoren ab. Als Beispiel nennt sie die Anforderungen des Arbeitgebers – dabei spielen unter anderem gute Schul- und Kopfnoten eine maßgebliche Rolle. Aber nicht jeder Jugendliche kann diese Voraussetzung erfüllen. Schüler mit einem niedrigen Schulabschluss oder schlechten Noten haben es da schwerer.

Bewerber um einen Ausbildungsplatz sind insgesamt mehr gefordert, ihre Stärken, Fähigkeiten und Talente gegenüber den Betrieben noch besser zu präsentieren. Tugenden wie Belastbarkeit, Höflichkeit, Teamfähigkeit, Lernbereitschaft, Fleiß und Pünktlichkeit sind für die Agentur für Arbeit dabei besonders entscheidend.

Von Vornherein sollten sich die Jugendlichen bereits frühzeitig zu den verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten informieren und zum Beispiel in einem Unternehmen nach einem Praktikumsplatz fragen. Viele Firmen bieten Praktika im Rahmen ihrer Ausbildungssuche an. Vorteil bringe das beiden Seiten: Die Jugendlichen erhalten praxisnah einen Einblick in den Beruf, seine Aufgaben und die unterschiedlichen Möglichkeiten in der Firma. So weiß man schnell, ob der Beruf etwas für einen ist oder eher nicht. Das Unternehmen wiederum lernt den jungen Menschen näher können und kann so vielleicht einen späteren Mitarbeiter an sich binden.

Die Jugendlichen, die bisher keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, können und sollen bei ihrem Berufsberater oder ihrer Berufsberaterin vorsprechen. Dort erhalten sie weiterhin Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche. „Unsere Berufsberaterinnen und -berater kennen den regionalen Ausbildungsmarkt, die Ausbildungschancen und die Anforderungen der Unternehmen“, heißt es bei der Agentur für Arbeit Freiberg.

Top 10 der Berufswünsche

● Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel
● Kfz-Mechatroniker für Pkw-Technik
● Verkäufer/in
● Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement
● Verwaltungsfachangestellte/r – Kommunalverwaltung
● Tischler/in
● Mechatroniker/in
● Fachpraktiker/in im Verkauf (§66 BBiG/§42r HwO)
● Fachlagerist/in
● Landwirt/in

Anfang April beginnt an den ersten Hochschulen in Deutschland das Sommersemester. Wer bislang noch keine Zusage für einen Studienplatz hat, kann sich auf der Studienplatzbörse noch aktuell informieren. Die Online-Plattform ist zum 1. Februar gestartet, wie die Hochschulrektorenkonferenz kürzlich mitteilte.

Hochschulen melden dort zentral freie Plätze, sobald ihre Zulassungs- und Nachrückverfahren beendet sind. Das Portal wird dann täglich aktualisiert, ein regelmäßiger Check lohnt sich also.

Interessierte finden auf dem Portal noch bis zum 30. April Studiengänge aller Fächer, die im Sommersemester 2020 noch Kapazitäten haben. Zudem können sie sich über Bewerbungsfristen informieren. Die Suchenden können die Auswahl beispielsweise nach Fach und Ort eingrenzen. Zu jedem Studienangebot gibt es Ansprechpartner in den Hochschulen und Links zu den Webseiten der Hochschulen. Das Angebot ist kostenfrei und kann ohne Anmeldung genutzt werden.

INFOS UNTER www.hochschulkompass.de/studienplatzboerse


Aufwärtstrend für das sächsische Handwerk: Im vergangenen Jahr wurden über alle Gewerke hinweg rund 5500 neue Verträge besiegelt, wie der sächsische Handwerkstag kürzlich mitteilte. Das sind 82 Verträge mehr als 2018 (plus 1,5 Prozent). Mit anteilig 5318 vermittelten Lehrstellen entfallen die meisten Vereinbarungen auf betrieblich bereitgestellte Plätze.

Zulauf gab es den Angaben der Dachorganisation zufolge vor allem in Ausbildungsberufen wie Sanitär-Heizung-Klima, Maurer und Metallbauer. Insgesamt entfallen die meisten neu abgeschlossenen Lehrverträge aber nach wie vor auf die Bereiche Kfz-Mechatroniker, Elektroniker und Friseur.‎

Für das neue Ausbildungsjahr 2020/21 bieten zahlreiche Handwerker schon online auf der Lehrstellenbörse Ausbildungsplätze an. Unter den derzeit mehr als 300 Ausbildungsplatz-Offerten sind zahlreiche Stellen allein bei den Elektronikern, Kfz-Mechatronikern, Metallbauern, Augenoptikern und Tischlern zu haben.

Als Azubis willkommen sind nicht nur Absolventen mit Haupt- und Realschulabschluss, sondern auch Abiturienten. Rund um die berufliche Erstausbildung im Handwerk beraten Ausbildungsexperten von Handwerkskammern und Innungsfachverbänden.

LEHRSTELLENBÖRSE: www.ich-kann-etwas.de
   

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