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08:53 03.05.2021
Entlang des neuen Fußweges werden insgesamt sieben neue Ulmen gepflanzt. Foto: Thomas Mettcher/Stadt Döbeln

Entlang des Amtsgerichtes lässt die Stadt Döbeln an der Rosa-Luxemburg-Straße in den nächsten Wochen den Fußweg erneuern. Dabei handelt es sich um einen insgesamt 125 Meter langen Abschnitt zwischen den Einmündungen Staupitzstraße und Gerichtsweg. Kaputtes Pflaster, gerissene Platten und Absenkungen stellten bisher eine Unfallgefahr dar. Die Arbeiten haben Ende April begonnen. 

In den kommenden Tagen werden die vorhandenen Platten und das Pflaster herausgenommen. Einfahrten und Zuwegungen in dem Bereich werden erneuert. Noch intakte Platten und das vorhandene Pflaster werden wieder eingebaut. Dort, wo notwendig, werden sie durch neues Material ergänzt.

Auch eine Begrünung ist vorgesehen, entlang der Straße werden insgesamt sieben Ulmen gepflanzt. Finanziert werden sie aus einem Topf, in den die Ausgleichszahlungen fließen. Das sind Gelder, die von den Bauherren gezahlt werden müssen, wenn sie vorgeschriebene Begrünungen nicht auf ihrem oder einem anderen geeigneten Grundstück vornehmen können. Nennenswerte Einschränkungen sind durch die aktuelle Baumaßnahme nicht zu erwarten, die Fußgänger können problemlos den Fußweg auf der anderen Straßenseite benutzen.

Ausgeführt werden die notwendigen Bauarbeiten durch das Grimmaer Unternehmen Wilhelm & Co. Straßen- und Wegebau GmbH.


Als Winnetou nach Döbeln kam

Ein Buch aus dem Karl-May-Verlag erinnert an Döbelner Inszenierung von 1930

Im Jahr 1930 stand am Stadttheater Döbeln die Inszenierung „Winnetou“ nach Karl May auf dem Spielplan. Das neue Buch „Karl May auf der Bühne“ aus dem Karl-May-Verlag Bamberg erinnert nun an zahlreiche Theateraufführungen mit Karl Mays Helden wie Winnetou, Old Shatterhand und Sam Hawkens, auch an die Spielstätte in Döbeln.

Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg und Elspe sind deutschlandweit bekannt, doch Winnetou & Co. standen auch schon in Döbeln auf der Bühne. Bereits 1930 hauchte man Karl Mays Helden auf der Bühne des Stadttheaters Leben ein. In dem Stück „Winnetou“ traten damals Schauspieler wie Richard Zinburg (Winnetou) und Hans Schlick (Old Shatterhand) auf. An diese frühe Karl-May-Inszenierung erinnert nun ein soeben erschienenes Buch aus dem Karl-May-Verlag Bamberg. Mit dem ersten von drei Bänden startet der seit 1913 bestehende Verlag die neue Buchreihe „Karl May auf der Bühne“, die die Geschichte der zahlreichen Theateraufführungen mit Karl Mays Traumwelten aufrollt.

Über die Buchreihe:

Bereits seit den 1950er-Jahren haben Karl-May-Festspiele von Bad Segeberg bis Elspe Tradition. Hunderttausende pilgern Jahr für Jahr, derzeit unterbrochen durch die Corona-Pandemie, zu mehr als zehn Freilichtbühnen im deutschsprachigen Raum. Stars wie Pierre Brice, Alexander Klaws, Gojko Mitic, Wayne Carpendale oder Claus Wilcke hauchten Karl Mays Figuren in zahlreichen Bühnenfassungen Leben ein.

Winnetou zum Anfassen – das begeisterte das Publikum allerdings schon lange, bevor Karl Mays Apatschenhäuptling erstmals über die Freilichtbühnen ritt. So reicht die Bühnengeschichte zurück bis zu Karl Mays Lebzeiten, und Winnetou & Co. waren bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Dauerbrenner auch an Theaterhäusern – mit Akteuren wie Will Quadflieg, Hans Otto und Paul Klinger, und das quer durch den deutschsprachigen Raum.

Dem Phänomen der zahlreichen Karl-May-Inszenierungen widmet sich nun eine neue Buchreihe aus dem Bamberger Karl-May-Verlag: „Karl May auf der Bühne“ von den Autoren Nicolas Finke und Reinhard Marheinecke. Der erste Band – im Großformat 21,0 x 29,7 cm und mit den zahlreichen, teils bislang unbekannten Fotos – behandelt unter anderem die Erfolge auf der Felsenbühne Rathen im Elbsandsteingebirge vor und während des Zweiten Weltkriegs, die Story der Karl-May-Spiele Bad Segeberg (seit 1952) und die Geschichte der Karl-May-Stücke auf der Naturbühne Blauer See in Ratingen, wo über viele Jahrzehnte die Karl-May-Festspiele Elspe gastierten.

Die beteiligten Autoren thematisieren darüber hinaus frühe Winnetou-Dramatisierungen in den 1930-er- und 1940er-Jahren sowie auch zahlreiche weitere Festspiele, die bis zum Beginn der Karl-May-Filmwelle der 1960er Jahre entstanden.
      

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