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Themenwelten
19:08 08.07.2021
So weit die Räder tragen? Nein, an die Länge der optimalen Tagesetappen sollten sich Radreisende langsam heranradeln. Wer Pedelec nutzt, plant entsprechende Ladepunkte vorher ein. Foto: Dennis Stratmann/brose-ebike.com/dpa

Eine mehrtägige Radtour bietet individuellen Urlaub an der frischen Luft. Damit sie gelingt, ist gute Vorbereitung angeraten.

Das richtige Rad

Die Radtour beginnt mit der Wahl des Fahrrads. „Ganz wichtig ist, dass man sich auf einem Fahrrad wohlfühlt und es von den Abmes­sungen zu einem passt“, sagt Christiane Neubauer, Chefredakteurin des Radreise-Magazins „Radtouren“. Wer bisher nur zehn Minuten zum Einkaufen und zurück geradelt ist, solle vor der Radreise probehalber einen mehrstündigen Ausflug machen, rät sie.

Wichtig ist zudem ein Gepäckträger – außer, es handelt sich um ein sportliches Rad wie ein Mountainbike. „Auch pannensichere ­Reifen sind sinnvoll, zum Beispiel mit einer extra Pannen­- schutzeinlage“, sagt Thomas Geisler vom ­Pressedienst Fahrrad.



31 Milionen Personen (2019: 34,3 Millionen) einer Umfrage haben mindestens einen Tagesausflug in der Freizeit oder im Urlaub mit dem Rad unternommen. Das entspricht circa 45 Prozent der deutschen Bevölkerung.


Ausrüstung, Werkzeug & Co.

So viel wie nötig und so wenig wie möglich, lautet die Faustregel. Wesentlich ist, ob man mit Zelt unterwegs ist oder sich Übernachtungen gönnt. Im ersten Fall müssen Zelt, Isomatte und Schlafsack mit. „Dazu ein Campingkocher, Topf, Teller, Besteck“, zählt Geisler auf. Statt Konserven gehören leichte Sachen mit hoher Energiedichte ins Gepäck, wie Studentenfutter, Müsliriegel, oder gefriergetrocknete Mahlzeiten. Auch genug Wasser ist wichtig.

Die Kleidung wird an die Witterungsverhältnisse angepasst. Stets dabei sein sollten eine Regenjacke und -hose sowie eine warme Jacke, wenn man draußen übernachtet. Unerlässlich ist ebenso grundlegendes Werkzeug, betont Geisler. Daher gehören Luftpumpe, Flickzeug und ein Ersatzschlauch zur Ausrüstung. Außerdem ein Minitool, das überall reinpasst, um Loses wieder festzuziehen.

Die Wahl der Taschen

Wer keinen Gepäcktransport buchen oder einen Anhänger mitnehmen will, verteilt mehrere Taschen am Rad. Für die meisten mehrtägigen Radtouren reichen rechts und links vom Gepäckträger eine Tasche sowie eine Lenkertasche. Für längere Reisen kommt der Klassiker, das Sixpack zum Einsatz: zwei Vorderradtaschen, zwei Hinterradtaschen, eine Lenkertasche und über den Gepäckträger noch eine große Rolltasche. Im Trend liegt das Bikepacking, bei dem vor allem bei Rädern ohne Gepäckträger Taschen direkt am Rad angebaut werden. Die Wasserdichte ist bei den Taschen das A und O.
     

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