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Themenwelten
01:05 15.01.2022
Ob eine Mahlzeit warm oder kalt serviert wird, macht für den Körper nur wenig Unterschied. Wichtiger ist, dass der Teller gesund bestückt ist. Foto: Christin Klose/dpa-mag

Eine warme Mahlzeit muss sein, so denken viele Menschen. Doch zu welcher Tageszeit esse ich sie am besten – mittags oder abends? Und ist es schlimm, wenn es mal nur kaltes Essen gibt? Monika Bischoff ist Ernährungsberaterin im Krankenhaus Barmherzige Brüder in München. Sie erklärt im Interview, warum es weder auf die Temperatur des Gerichts ankommt noch auf die Uhrzeit der Nahrungsaufnahme.

Wirkt es sich auf die Gesundheit aus, wenn man seltener oder häufiger als einmal pro Tag warm isst?

Monika Bischoff: Für die Zubereitung einer warmen Mahlzeit wird bei bestimmten Zubereitungsarten viel Fett benötigt. Das macht sich in den Kalorien bemerkbar. Deshalb empfiehlt man nur eine warme Mahlzeit am Tag. Zudem muss der Körper die warmen Mahlzeiten für die Verarbeitung nicht mehr erwärmen. Es lässt sich vermuten, dass bei der Verdauung der Speisen so weniger Energie aufgewendet werden muss. Wer jetzt auf die Idee kommt, eiskaltes Wasser zu trinken, um mehr Kalorien zu verbrennen: So hoch ist die Energieaufwendung dafür nicht, dass man deshalb mehr essen könnte. Natürlich ist es auch möglich, bei kalten Mahlzeiten viel Energie aufzunehmen – zum Beispiel wenn man dick Butter auf sein Brot schmiert. Darum kann man nicht sagen, was generell gesünder oder ungesünder ist. Es kommt auf die Zusammensetzung der Gerichte an – unabhängig davon, ob sie kalt oder warm sind.

Was macht eigentlich eine gesunde Mahlzeit aus?

Bischoff: Für die Zusammensetzung gesunder Mahlzeiten kann man sich an der Teller-Regel orientieren: Auf der Hälfte des Tellers sollte Salat oder Gemüse liegen. Ein Viertel sollte Eiweiß-Beilage sein, zum Beispiel Hülsenfrüchte oder Fisch, ein Viertel Kohlenhydrat-Beilage, zum Beispiel Kartoffeln oder Vollkornnudeln. Hochwertiges Fett sollte man dabei nur sehr sparsam einsetzen. Gesunde Zubereitungsarten, bei denen nur wenig bis gar kein Fett notwendig ist, sind das Schmoren und das Dämpfen. Nährstoffe und Vitamine bleiben dabei trotzdem erhalten. Wichtig ist, dass die Mahlzeiten abwechslungsreich und so bunt wie möglich sind – am besten auch noch regional und saisonal orientiert. Und immer abgestimmt auf die eigenen Bedürfnisse. Grundsätzlich gilt: alles sollte in Maßen gegessen werden.

Zu welcher Tageszeit ist eine warme Mahlzeit am bekömmlichsten für den Körper?

Bischoff: Die Bekömmlichkeit ist bei jeder Person unterschiedlich. Darum gibt es auch nicht die eine richtige Tageszeit für eine warme Mahlzeit. DPA-MAG


Regelmäßiger Sport für Kinder mit Rheuma wichtig

Regelmäßiger Sport kann die Ausdauer, Muskelkraft und Beweglichkeit junger Rheumapatienten verbessern. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin. Wie viel Sport sein darf, kann durchaus der jeweiligen Krankheitsphase angepasst werden.

Koordinierte Behandlung

Die meisten Experten raten zu einer individuellen Sporttauglichkeitsbeurteilung mit Beratung. Am besten sind Kinder und Eltern bei einem rheumatologisch erfahrenen oder spezialisierten Kinder- und Jugendarzt aufgehoben, der die ganze Behandlung koordiniert. Kinder bekommen meist zwischen zwei und fünf Jahren die Diagnose juvenile idiopathische Arthritis (JIA). Dabei entzünden sich die Gelenke, schwellen an und werden steif.

Keine Bewegung ist keine Lösung

Mit der richtigen Behandlung haben die Betroffenen im Laufe von drei Jahren eine ähnliche Lebensqualität wie Gleichaltrige. Trotzdem: Vermutlich aus Sorge, dass es wieder schlimmer werden könnte, bewegen sich JIA-Erkrankte oft deutlich weniger als ihre gesunden Altersgenossen. Das hat aber gerade den gegenteiligen Effekt. DPA-MAG

Weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.kinderaerzte-im-netz.de.

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