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08:23 07.05.2021
Tief einatmen und durch den leicht geöffneten Mund wieder aus: Die „Lippenbremse“ ist eine Atemtechnik. Foto: Alexandr Podvalny/Pexels

Die Covid-Pandemie hat die Leistung der Lunge in den Fokus gerückt. Selbst die meisten gesunden Menschen schöpfen das Potenzial des bewussten Luftholens nicht aus. „Atmen kann uns Kraft, Ruhe und Gesundheit schenken“, sagt Prof. Thomas Loew, Leiter für Psychosomatik am Universitätsklinikum Regensburg, im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Das sei biologisch messbar: „Durch die Verlangsamung der Atmung gaukeln wir dem Körper eine Pause vor. Das Herz schlägt langsamer, die Verdauung springt an, die Zellen bekommen die Chance, ihren Schmutz loszuwerden“, sagt Loew. Zudem sinke das Stress- und Angstlevel.

Das „entschleunigte Atmen“ lässt sich üben. Bei der Lippenbremse atmet man beispielsweise langsam durch die Nase ein und durch den minimal geöffneten Mund aus. Die Lippen liegen leicht aufeinander, sodass noch Luft durchkommt und sie bei der Ausatmung flattern. Durch die so gebremste Ausatmung weiten sich die Bronchien. Mit der nächsten Einatmung strömt mehr Sauerstoff in die Lunge.

Am stärksten wirkt aber auch bei der Atmung die Bewegung – oder ein Bewegungsmangel. Wer zu lang und gekrümmt sitzt, schränkt die Beweglichkeit seines Zwerchsfells ein: Dadurch sinkt die Belüftung und Durchblutung der unteren Lungenabschnitte.

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