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Home Sonderthemen Auto & Verkehr Ist Reifendruck für Autofahrer mit Kontrollsystem kein Thema mehr?
14:13 15.03.2019
Auch wenn das Auto mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet ist, sollten die Reifen regelmäßig geprüft werden. Foto: Stockwerk-Fotodesign/Stock.adobe.com
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Moderne Autos nehmen ihren Fahrern jede Menge Aufgaben ab. Wer denkt heute noch daran, den Reifendruck regelmäßig zu kontrollieren, wenn sein Auto dafür ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS) an Bord hat?

Aber genau das sollten sie tun, rät Christian Heinz vom Tüv Thüringen. Der Reifenexperte warnt gegenüber der Deutschen Presseagentur dpa vor zu großem Technikvertrauen und rät zu regelmäßigen Sichtkontrollen der Reifen und Überprüfung des Luftdrucks. Er gibt an, dass Autofahrer den Reifendruck einmal im Monat prüfen sollten. Genau wie bei Autos ohne RDKS sollten die Reifen zudem regelmäßig auf Beschädigungen wie Risse, Schnitte, Beulen oder Fremdkörper kontrolliert werden – am besten vor jeder Fahrt und nach Kontakt mit hohen Bordsteinkanten oder tiefen Schlaglöchern.

Der Reifen ist der einzige Kontakt, den das Auto mit der Fahrbahn hat: „Er überträgt die Beschleunigungs- und Bremskräfte und sorgt für die nötige Seitenführung des Fahrzeugs“, sagt Heinz. „Ein korrekter Reifendruck hat dabei nicht nur einen unmittelbaren Einfluss auf das Fahrverhalten, auch Kraftstoffverbrauch und Reifenverschleiß sind davon abhängig.“ Das RDKS überwacht während der Fahrt permanent den Reifeninnendruck. Es warnt zwar rechtzeitig vor einem schleichenden Plattfuß im Fahrzeugdisplay, doch eine Reifenpanne durch mechanische Einwirkung kann es nicht verhindern. „Die meisten Systeme schlagen erst bei einer Druckminderung um 20 Prozent Alarm. Im Zweifel ist der Autofahrer über einen längeren Zeitraum mit einem viel zu niedrigen Reifendruck unterwegs“, erklärt Heinz.

Unterschieden werden zwei Systeme: Einmal das direkte, das über einen Drucksensor den aktuellen Luftdruck jedes Reifens über Funk an das Fahrzeug sendet, sowie das indirekte RDKS. Bei letzterem funktioniert die Messung über vorhandene Sensoren des ESP. Unterschiede beim Reifeninnendruck werden dabei durch einen Abgleich der vier einzelnen Raddrehzahlen ermittelt. Beide Systeme müssen nach dem Räderwechsel zurückgesetzt werden. Beim indirekten reicht ein Reset, bei den aufwendigeren, aber genaueren direkten müssen alle Sensoren an das System angelernt werden.

Vom Gesetzgeber vorgesehen ist ein RDKS für Pkw und Wohnmobile, die nach dem 1. November 2012 eine europäische Typgenehmigung erlangt haben und nach dem 1. November 2014 erstmals zugelassen worden sind.


Ein ganz wichtiges Datum im Kalender der Roller-, Mokick-, Moped- und Mofa-Fahrer ist der 1. März. Jedes Jahr gilt es, an diesem Tag das neue Kennzeichen anzuschrauben. Der zweirädrige Untersatz ist zwar nicht steuerpflichtig, benötigt aber laut Institut für Zweiradsicherheit (ifz) als Nachweis über die Haftpflichtversicherung ein vom Versicherungsunternehmen ausgehändigtes Versicherungskennzeichen. Jährlich zwischen den Farben Schwarz, Blau und Grün wechselnd ziert ein neues Kennzeichen die Kleinkrafträder. Ab dem 1. März 2019 gilt nur noch das neue grüne Versicherungskennzeichen für Roller, Mofas und Mopeds bis 50 Kubikzentimeter. Auch einige E-Bikes und über 25 Kilometer pro Stunde schnelle Pedelecs brauchen so ein Kennzeichen. Darauf weist das ifz hin. Das bisherige blaue Kennzeichen verliert ab diesem Tag seine Gültigkeit.

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