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Home Sonderthemen Leipzig & Region Hohe Energiekosten: So klappt es mit dem Anbieterwechsel
01:05 20.02.2021
Strom und Gas können ins Geld gehen. Oft lässt sich mit einem Wechsel zu einem anderen Anbieter einiges sparen. Foto: Catherine Waibel/dpa-mag

Bremen/Bonn - Die Kosten für Strom und Gas können das Haushaltsbudget stark belasten - zumal seit Jahresbeginn die CO2-Steuer unter anderem auf Erdgas erhoben wird, womit die Preise steigen. Auch Strom ist nicht immer günstig. Das alles müssen Verbraucher aber nicht einfach hinnehmen.

Über zwei Wege lässt sich Geld sparen: Entweder man erkundigt sich beim derzeitigen Anbieter nach einem günstigeren Tarif. Oder man wechselt zu einem anderen Energieanbieter. „Das ist zumeist absolut unkompliziert“, sagt Inse Ewen von der Verbraucherzentrale Bremen.

Viele Kunden sind in der Grundversorgung

Beispiel Strom: Laut der Bundesnetzagentur bezog 2019 etwas mehr als ein Drittel der Strom-Haushaltskunden in Deutschland den Strom über einen vergleichsweise teuren Grundversorgungstarif. „Geld lässt sich bereits dadurch sparen, indem man beim Grundversorger in einen günstigeren Tarif wechselt“, sagt Jana Beckmann von der Bundesnetzagentur. Das größte Einsparpotenzial biete allerdings ein kompletter Wechsel zu einem Wettbewerber.

Auch bei Gas gilt: Die größten Sparmöglichkeiten hatten Kunden mit einem Wechsel zu Wettbewerbern der örtlichen Grundversorger. „Hier kann man von einem jährlichen durchschnittlichen Einsparpotenzial von 240 Euro ausgehen“, so Beckmann.

Wechsel ist einfach

Wer den Energieanbieter wechseln will, geht so vor: Verbraucher ermitteln über Vorjahresrechnungen und eine Zählerablesung ihren Energieverbrauch. Auf dieser Basis vergleichen sie Preise und Leistungen mehrerer Anbieter, zum Beispiel über ein Vergleichsportal.

„Ist ein neuer Anbieter gefunden und ein Vertrag abgeschlossen, müssen sich Verbraucher um nichts kümmern“, sagt Verbraucherschützerin Ewen. Der neue Anbieter reicht beim alten im Auftrag des Kunden die Kündigung ein und erledigt alle Formalitäten. In aller Regel ist innerhalb kurzer Zeit der Anbieterwechsel wirksam.

Vertrag nicht blind abschließen

Bevor es zu einem Vertragsabschluss mit dem neuen Anbieter kommt, sollten Verbraucher aber mehrere Punkte kritisch prüfen. „Dazu gehören vor allem Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen, Preisgarantien und Preisanpassungsklauseln“, zählt Beckmann auf. Für die Frage, ab wann der neue Energieanbieter liefern kann, ist die Laufzeit des alten Vertrags entscheidend.

Kündigungsfristen ergeben sich generell aus dem bestehenden Vertrag. Zu beachten ist jeweils, zu welchem Zeitpunkt Kunden bis wann kündigen können. Dabei kommt es auf Vereinbarungen über eine etwaige Mindestvertragslaufzeit an, aber auch auf eine Regelung zur stillschweigenden Verlängerung und die Kündigungsfrist an sich.

Boni machen Vertrag optisch preiswert

„Bonuszahlungen für Neukunden im ersten Jahr sind sehr attraktiv“, sagt Ewen. Aber im zweiten Jahr, wenn der Bonus wegfällt, kann es bei steigenden Grundgebühren und Kilowattstundenpreisen teuer werden. „Wer dies vermeiden will, kündigt im Idealfall rechtzeitig und wechselt erneut den Anbieter“, so Ewen.

Auch sollten Verbraucher sich darüber im Klaren sein, ob sie einen Tarif haben wollen, der nur online abgeschlossen und später auch nur online verwaltet werden kann - oder ob sie ihre Rechnung lieber per Post erhalten und beim Anbieter einen Ansprechpartner haben möchten, der auch telefonisch zu erreichen ist.

Kritisch prüfen sollten Verbraucher Angebote mit Vorkasse oder Kaution. Wird ein Lieferant insolvent, könnten im Voraus geleistete Zahlungen verloren gehen. Vorsicht gelten sollte auch bei Paketangeboten: „Es macht Sinn sorgfältig zu kalkulieren, ob man über die gesamte Vertragslaufzeit den im Paket angebotenen Verbrauch erreichen kann“, sagt Beckmann. DPA-MAG

Energie und Wärme: So wichtig ist die Kellertür im Winter

Tür zu und gut: Wer die Kellertür im Winter geschlossen hält, spart Energie und hat es trotzdem wärmer im Haus. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa-mag
Tür zu und gut: Wer die Kellertür im Winter geschlossen hält, spart Energie und hat es trotzdem wärmer im Haus. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa-mag

Das Schließen der Kellertür spart viel Energie – und damit bares Geld. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (VPB) hin. Denn viele Keller seien schlicht nicht in den gedämmten Bereich des Hauses miteinbezogen. Demnach trennten Kellertüren in der Regel den beheizten Wohnbereich vom unbeheizten Bereich und stellen somit eine wichtige Schleuse dar. Dies werde etwa bei der Übergabe eines Hauses häufig nicht vermittelt, bei einigen Neubauten fehle die wichtige Tür sogar ganz, so der Verband. DPA-MAG

Schimmel vorbeugen: Wie viel muss ich trotz Frost lüften?

Bei kalten Temperaturen fällt das Lüften schwer. Trotzdem ist es jeden Tag und sogar mehrfach notwendig - sonst bildet sich Schimmel im Raum.

Wie lange muss ich lüften?

Egal zu welcher Jahreszeit, man sollte die Fenster zum Lüften mehrfach am Tag kurz aufreißen. Ist es draußen frostig-kalt, kann das Stoßlüften aber kürzer ausfallen. Der Verband Fenster + Fassade rät bei Minustemperaturen konkret zu einer Lüftungsdauer von fünf Minuten je Einheit. Bei null bis plus zehn Grad sollten es zehn Minuten je Lüftungsvorgang sein, bei über zehn Grad 15 Minuten.

Gilt das für alle Zimmer?

Wie oft man letztlich in den einzelnen Wohnräumen lüften sollte, ist abhängig von vielen individuellen Faktoren. Etwa, ob man sich in einem Zimmer auch aufhält und atmet. Oder nachts im Bett schwitzt. Vor allem für Feuchtigkeit sorgen das Kochen, Duschen und Baden. Danach sollte immer direkt gelüftet werden. Als Faustregel gibt die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern auch aus: Je mehr Personen im Haushalt leben, umso häufiger sollte gelüftet werden.

Warum ist der Austausch der warmen gegen kalte Luft wichtig?

Es geht hier an sich nicht um die Temperatur, sondern um das Absenken der Luftfeuchtigkeit. Grob erklärt: Warme, aufgeheizte Raumluft ist in der Lage, relativ viel Wasser zu speichern. Trifft sie auf die kühleren Wände im Raum, insbesondere die äußeren Hauswände, dann kondensiert die feuchte Luft daran. Der Wasserfilm ist ein optimaler Nährboden für Schimmel. Vor allem in Ecken des Raumes, in Nischen und rund um das Fenster, aber auch hinter Möbelstücken direkt an der Außenwand passiert das am ehesten.

Wie merke ich, dass die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist?

Einen Hinweis, wann das Lüften mal wieder fällig ist, gibt das Hygrometer, ein Messgeräte für Luftfeuchtigkeit. Zeigt es einen Wert von mehr als 60 Prozent Luftfeuchte an, sollte man die Fenster öffnen, lautet der generelle Rat.

Wobei Hans Weinreuter von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz betont, dass der Wert von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des Hauses abhänge. An kalten Tagen kann die Obergrenze in schlecht gedämmten Altbauten schon bei 40 Prozent relativer Luftfeuchte liegen, während gut gedämmte Neubauten locker mit 55 Prozent klarkommen.

Bildet sich am Fenster oder an der Wand Kondenswasser, beträgt die Luftfeuchtigkeit in dem Mikroklima direkt dort schon 100 Prozent. Aber Schimmelpilze wachsen bereits bei einer relativen Luftfeuchte von 70 bis 80 Prozent, erklärt die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Bei diesem Wert fühle sich die Oberfläche weder feucht an noch könne man Kondenswasser sehen. DPA

Heizungsausfall: Kühle Zimmer rechtfertigen Mietminderung

Wird die Heizung dauerhaft nicht mehr richtig warm, muss der Vermieter informiert werden. Foto: Christin Klose/dpa-mag
Wird die Heizung dauerhaft nicht mehr richtig warm, muss der Vermieter informiert werden. Foto: Christin Klose/dpa-mag

Die Heizung muss im Winter funktionieren. Darauf haben Mieter einen Anspruch. Wer das Gefühl hat, die Wohnung kann nicht richtig erwärmt werden, sollte selbstständig die Raumtemperatur messen. Das rät der Mieterschutzbund in Gelsenkirchen.

20 Grad müssen in Wohnräumen drin sein, im Badezimmer 21 bis 22 Grad. Nachts sollten 16 Grad Celsius nicht unterschritten werden. Sollte das auch bei aufgedrehter Heizung nicht gelingen, ist in der Regel ein Mangel anzunehmen. Darüber muss der Vermieter informiert werden.

Eine geringe Heizleistung kann eine Mietminderung rechtfertigen. Deshalb ist es wichtig, die Raumtemperatur in regelmäßigen Abständen zu messen und das über den Tag hinweg zu protokollieren. Daraus kann die Höhe der Mietminderung abgeleitet werden. Wie viel ein Mieter in einem solchen Fall einbehalten darf, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Bei einer maximalen Raumtemperatur von 18 Grad zum Beispiel ist der Minderungsanspruch geringer, als bei einer maximalen Raumtemperatur von 15 Grad. Wichtig ist zudem, ob sämtliche Zimmer betroffen sind oder nur einzelne. DPA

Weniger Feinstaub im Homeoffice

Der Bodenbelag beeinflusst die Luftqualität

Als Folge der Corona-Pandemie arbeiten sehr viele Menschen nun im Homeoffice. Abgesehen von der technischen Ausstattung sollte dieses von der Innengestaltung her zu den Anforderungen stundenlanger Arbeit passen. Dabei ist auch die Luftqualität wichtig. Sie wird unter anderem vom Bodenbelag beeinflusst. Gerade in Räumen mit einem glatten Bodenbelag wie Laminat, Parkett und Steinzeug sind laut dem Deutschen Allergiker- und Asthmabund (DAAB) die Werte für Feinstaub oft stark erhöht. Der Grund dafür ist, dass diese den Staub nicht binden, sondern dass er dort lose aufliegt und schnell in die Atemluft aufgewirbelt werden kann, beispielsweise durch den Lüfter des PCs oder durch die Fahrten auf dem Drehstuhl.

Staubpartikel am Boden festhalten

Teppichböden mit Naturhaar binden diese Feinstaubpartikel in vielen Fällen besser. Kaschmir-Ziegenhaar beispielsweise ist in seiner Struktur rau. Daher hält es – anders als künstliche Fasern wie Polyamid – Staubpartikel so lange fest am Boden, bis sie mit dem Staubsauger abgesaugt werden. Teppiche mit Kaschmir-Ziegenhaar etwa reduzieren damit effektiv den Feinstaub in der Raumluft. Zudem nimmt der Boden Feuchtigkeit auf und gibt diese bei Bedarf wieder an die Raumluft ab, sodass diese konstant auf einem guten Niveau ist.

Gemütlich und optisch frisch

Bei den Teppichböden mit natürlichen Materialien muss der Heimbesitzer im neu eingerichteten Büro aber weder auf ein individuelles Design noch auf Gemütlichkeit verzichten.

Unter www.tretford.eu finden Interessierte Teppichböden, -fliesen und -dielen, deren Flormaterial mit Kaschmir-Ziegenhaar und Schurwolle hergestellt wird. Dadurch entstehen gemütliche und natürliche Räume mit angenehmer Fußwärme. Optisch kann man damit farbige Akzente in verschiedenen Kombinationen setzen. Ein helles Grün und Blau verleihen dem Raum eine frische Note, die die Konzentration fördern kann. Wer es variantenreich mag, verlegt Teppichfliesen im modernen Streifenlook oder in farblich stimmigen Quadraten. DJD