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Home Sonderthemen Altenburg & Region IHK Ostthüringen: Wo Bewerber und Firma sich finden
01:05 06.02.2021
Bald wieder? Die Schülercolleges sind eine tolle Möglichkeit, um sich auszuprobieren, fielen zuletzt aber Corona zum Opfer. Foto: Jörg Reuter

Die Aussichten für junge Jobsuchende im Altenburger Land sind gut, es gibt genügend Stellen – doch wie kommen diese an die Interessenten? Das ist inmitten der Corona-Krise das größte Problem. Aber eines der wenigen, denn: „Wir haben im Altenburger Land grundsätzlich ein sehr gutes Angebot an Stellen“, sagt Matthias Säckl, Leiter des Bereichs Aus- und Weiterbildung an der IHK Ostthüringen. „Die Bedingungen, in eine Ausbildung zu gehen, waren noch nie so gut wie jetzt.“

Doch die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber geht zurück. Das liege auch an Corona: Ausbildungsmessen fallen aus, persönliche Treffen sind schwierig, die Berater der Arbeitsagentur können nicht mehr in die Schulen kommen. Auch Angebote wie das Schülercollege, bei dem die IHK praxisnahe Projekttage an den Schulen ausrichtet, musste zuletzt ausfallen.


"Die Bedingungen, in eine Ausbildung zu gehen, waren noch nie so gut wie jetzt."

Matthias Säckl
Leiter Aus- und Weiterbildung an der IHK Ostthüringen


„Wir hatten dadurch den Eindruck, dass viele Schülerinnen und Schüler sich erst einmal nicht festlegen wollten“, sagt Säckl. Das habe sich in der Bewerberzahl niedergeschlagen. Dass die IHK im Vergleich zum Vorjahr acht Prozent weniger Stellenangebote der Unternehmen verzeichnete, fiel deshalb kaum ins Gewicht. Im Gegenteil, so Säckl: „Als Bilanz der Unternehmen ist das ein ordentlicher Erfolg.“

Auch, weil die Kammern wie auch die Arbeitsagentur eigene Ideen und Projekte entwickelt haben, viele davon digital. Matchday heißt ein neues Online-Angebot der IHK Ostthüringen, bei dem – ähnlich der Partnersuche im Internet – Unternehmen und Bewerber Profile anlegen. Wer sich gegenseitig interessant findet, bekommt vom System ein „Match“ vorgeschlagen, also einen Treffer.

„Die Unternehmen sind begeistert“, sagt Matthias Säckl, nur bei den Schülerinnen und Schülern müsse das Angebot noch bekannter werden. Dazu will er Webinare für Jugendliche und Eltern organisieren. Einer der größten Vorteile: „Die App ist kommunikativer als zum Beispiel unsere Lehrstellenbörse“, erklärt Säckl. „Bei Matchday kann man einfach mal chatten und Fragen stellen, ohne dass es gleich so förmlich zugeht.“


Digital zur richtigen Wahl

Die Handwerkskammer bietet eine Online-Sprechstunde auch für Eltern

Die Corona-Pandemie stellt die Jugendlichen auch beim Thema Berufswahl vor besondere Herausforderungen. Bildungsmessen als Orientierung finden nicht statt, auch die Angebote der Berufsorientierung in der Schule müssen ausfallen. Die Eltern sind deshalb in vielen Fragen der erste Ansprechpartner. Ja, Eltern wissen vieles, können aber nicht in allen Gebieten umfassend informiert sein – und manche Jugendlichen brauchen auch Ansprechpartner abseits der eigenen Eltern. Deshalb bietet die Handwerkskammer für Ostthüringen immer dienstags zwischen 16.30 und 17.30 Uhr eine digitale Elternsprechstunde als Videokonferenz oder Chat an.

Karriere im Handwerk

In der Elternsprechstunde informiert Juliane Geske, Mitarbeiterin des Projekts „Passgenaue Besetzung“, zu Themen rund um Berufsausbildung und Karrieremöglichkeiten im Handwerk. Zu Beginn der Sprechstunde gibt es einen kurzen Überblick über den Aufbau und Ablauf der Berufsausbildung. Danach beantwortet Geske per Videotelefonie oder über den Chat Fragen der Eltern.

Unter www.hwk-gera.de/ eltern finden Interessierte jeweils am Veranstaltungstag den aktuellen Link für die Videokonferenz. Auch ohne Skype-Konto ist eine Teilnahme an der Videokonferenz möglich. Dies funktioniert beispielsweise mit Google Chrome oder Microsoft Edge direkt über den Browser. Alternativ kann auch die Skype-App heruntergeladen und ohne Anmeldung als Gast teilgenommen werden.

Für Rückfragen und weitere Informationen rund um die Berufswahl steht Juliane Geske unter 0365 8225-174 sowie geske@hwk-gera.de zur Verfügung.
  

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