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09:19 12.04.2018
Gold gilt vielen als sichere Wertanlage und ist heute mehr als nur ein Sparschwein-Ersatz. Foto: QuinceMedia/Pixabay.com

Wirtschaft & Finanzen

12.04.2018

Gold sieht meist nicht nur glänzend aus, es wird auch schon seit langem als Zahlungsmittel akzeptiert. Kein Wunder also, dass viele Anleger auf das Edelmetall setzen. Ein wichtiger Vorteil: Selbst bei einer schweren Wirtschaftskrise würde Gold vermutlich nie ganz wertlos – anders als möglicherweise Bargeld.

Rendite machen Anleger über den Preis, und dessen Entwicklung ist naturgemäß Schwankungen unterworfen. „Insofern ist Gold eine spekulative Geldanlage“, betont Max Schmutzer von der Stiftung Warentest gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Gold wird in der Regel in US-Dollar gehandelt. „Vom Jahr 2000 an bis 2011 ist der Goldkurs von circa 300 auf über 1900 US-Dollar je Unze gestiegen“, sagt Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. 2017 schwankte er im Bereich von 1200 bis 1350 US-Dollar je Unze. Wie die Entwicklung in diesem Jahr ausfallen wird, ist schwer vorauszusagen. „Das hängt von unterschiedlichen und schwer vorhersehbaren Faktoren ab“, erklärt Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken.

Eine Rolle spielt etwa die Nachfrage nach physischem Gold, zum Beispiel für Schmuck oder Produkte, bei denen Gold verwendet wird. Hinzu kommt, wie viel Gold gefunden wird und wie hoch die Schürfmenge ist. Ebenfalls bedeutsam sind Nachfrage und Angebot von Gold durch die Notenbanken weltweit. „Auch die niedrigen Zinsen nennen Experten als Preistreiber für Gold, da der Nachteil, dass Gold keine Zinsen abwirft, damit an Bedeutung verliert“, erläutert Schmutzer. Aber wie hoch die Zinsen in fünf oder zehn Jahren sein werden, kann niemand prognostizieren. Wer die Anlage langfristig plant, hat die Möglichkeit, schlechte Phasen auszusitzen. „Wer hingegen kurzfristig auf eine Rendite hofft, muss im Zweifel mit Verlust verkaufen, falls der Goldkurs in die falsche Richtung geht und Geld benötigt wird“, sagt Scherfling.

Hinzu kommt das Währungsrisiko. „Letztlich spekulieren Anleger, die Gold kaufen, auf einen steigenden Goldkurs und einen stärker werdenden Dollar“, erläutert Scherfling. Aber es kann auch anders laufen: „Wenn der Euro gegenüber dem Dollar zulegt, verliert das Gold-Investment deutscher Anleger an Wert“, so Schmutzer. Am besten setzen Anleger nicht zu einseitig auf das Edelmetall.

Goldbarren mit einem Feingoldgehalt von 99,99 Prozent oder gängige Anlagemünzen lassen sich meist schnell und problemlos zu Geld machen. Anlaufstellen sind der Münzhandel und auch einige Kreditinstitute. „Hat ein Anleger Münzen oder Barren erworben und verkauft er die Edelmetall-Stücke nach mindestens einem Jahr wieder, dann muss er diesen Gewinn nicht versteuern.“

Neben Barren und Münzen gibt es auch Finanzprodukte mit dem Schwerpunkt Gold: Investmentfonds, Aktien, Zertifikate, ETF-Fonds oder Goldsparpläne. „Jeder Anleger sollte sich im Vorfeld genau über die Vor- und Nachteile der einzelnen Formen informieren, um nicht ungewollt Risiken einzugehen oder überteuerte Produkte zu kaufen“, rät Scherfling. Erst dann ist die Zeit reif für eine Entscheidung.


Ophirum

Flexibles Edelmetall

In Gold kann auf unterschiedliche Weise investiert werden. „Viele bevorzugen physisches Gold, das sie auch anfassen können, also Münzen oder Barren“, sagt Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Sie rät, keine zu kleinen Stückelungen zu kaufen, denn da seien die Herstellungskosten und damit die Preise höher. „Zu empfehlen sind eher handelsübliche Goldmünzen wie beispielsweise amerikanische Eagle, kanadischer Maple Leaf oder englische Britannia.“

Wer Münzen oder Barren kauft, sollte auch an die sichere Aufbewahrung denken – und an die Kosten zum Beispiel für einen versicherten Banksafe. Auch eine Aufbewahrung in einem Safe zu Hause ist möglich. Wichtig ist zu prüfen, ob und in welcher Höhe das Gold durch die Hausratversicherung abgesichert ist.

Neue Anlage-Ideen für das sichere Gold

Vom Kleinankauf bis hin zum Investmentplan: Das Edelmetall ist heute für jeden Sparer interessant

Nullzinsen, Inflationsangst, Finanzkrisen: Viele Sparer fragen sich, was ihr Geld in Zukunft noch wert ist. Eine beliebte Wertanlage ist das Gold, weil es als wertstabil gilt. Der gute Ruf des Edelmetalls wird durch neue Anlageideen bestätigt.

Gold hat seinen Wert beim Erhalt eines Vermögens, nicht unbedingt bei seinem Auf- oder Ausbau, sagen Anlageexperten. Das Edelmetall sei wie ein Akku, ein perfekter Wertspeicher, der in einer Anlagestrategie die Rolle der „sicheren Bank“ übernehme. Drei Währungsreformen hat das Gold überstanden, geschadet hat dies vor allem dem Wert von Goldmünzen nicht. Otto-Normal-Anleger haben Zahngold, Münzen und die Idee, auch mit wenig Kapital pro Monat in Edelmetalle als Wertanlage zu investieren. Speziell beim Verkauf von Zahngold und Münzen hegen manche aber Bedenken bei der Seriosität der Händler. Doch Goldschmieden, zertifizierte Münzhändler und Spezial-Unternehmen stellen das Thema immer sicherer und moderner auf.

Beim Ankauf von Gold – zum Beispiel Münzen aus einem Erbe, Schmuck, Bruch- oder Zahngold – bieten Fachhändler die Röntgenfluoreszenzanalyse an, die exakt den Anteil des Metalls in einem Stück ermittelt. Spezialhändler bieten hier eine Fülle von Produkten an und gehen einen relativ neuen Weg: den Edelmetallsparplan, der schon mit einem Einsatz von 50 Euro im Monat möglich ist. Ein Edelmetall-Fachhändler hat die Börsenpreise ständig im Blick, berät beim An- und Verkauf und bietet wie eine Bank Services wie Versicherungen und Schließfächer an.

Gold allein macht nicht glücklich, heißt es. Stimmt: Silber, Platin und Palladium ergänzen goldglänzende Münzen sehr gut als sichere Wertanlage.


Goldhaus Paßora
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