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Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig

Home Sonderthemen Kunst & Kultur Gesund durch Kunst und Kultur
22:23 30.08.2018
„Irgendwas is immer“
8 Seasons Tango & Classic mit der Philharmonie Leipzig
Lindensallkonzerte
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Na? Heute schon etwas für die Gesundheit getan? Wie wäre es mit Kino, Theater oder einem Konzert? Denn Kunst und Kultur holt uns nicht nur aus unseren vier Wändern heraus, lässt uns in den letzten Wochen des Sommers noch einmal die lauen Abende genießen und sorgt für (wenigstens) etwas Bewegung, nein, Kultur tut auch den grauen Zellen gut.

Wenn wir uns wohlfühlen, stärkt das unser Immunsystem. Wenn wir also zum Beispiel ins Gewandhaus gehen und ein Konzert verfolgen, das uns gefällt, hilft das mutmaßlich sogar gegen die nächste Attacke von Grippe-Viren. Vor allem aber: Das Konzert regt unsere grauen Zellen an, und wir können überhaupt nichts Besseres für unsere Gesundheit tun, als unser Gehirn auf Trab zu halten. Alleine die Beschäftigung mit Kunst und Kultur sorgt für Bewegung im Kopf, lässt Neuronen feuern und stärkt Verbindungen. Wer einmal eine Sonatina von Antonín Dvořák mit dem Geiste verfolgt hat, versucht hat, das Hauptthema aus drei motivischen Elementen bewusst zu erleben oder Tonartwechsel zu fühlen, kennt dieses Gefühl: Ich lebe, ich spüre, ich fühle.

Besonders ungewöhnliche Kombinationen bekannter Stücke eignen sich dafür. Denn leichte Irritation oder Aha-Effekte stimulieren am effektivsten. Wer schon einmal beim Zähneputzen den Raum gewechselt hat, anstatt immer am Waschbecken zu stehen, oder die jahrelang unveränderte Familien-Sitzordnung am Frühstückstisch spontan durcheinanderwirbelt, der kennt das Gefühl. Es kribbelt. Wir müssen eben gar nicht selbst musizieren oder gar auf der Bühne stehen, um positive Effekte zu erreichen. Der kanadische Neurowissenschaftler Daniel Levitin hat beschrieben, dass beim Hören von Musik dieselben Bereiche des Gehirns stimuliert werden, die auch beim Selbermachen von Musik in Aktion sind. Unter anderem die, die für die Glückshormone zuständig sind.

Und das Beste: Kultur ist nicht nur gesund, wenn man ein hübsches Gemälde eines Sonnenuntergangs anschaut oder einen Abend lang seinem Lieblingskomponisten zuhört. Denn aus wissenschaftlicher Sicht muss uns das Stück Kultur, das wir konsumieren, nicht einmal gefallen. Es kann auch das Sich-Reiben an einem modernen Museumsbau sein. Oder ein neues Kabarettstück, das nicht unserem Geschmack entspricht. Oder die Aufregung darüber, dass ein Regisseur mal wieder eine Oper zu hart angefasst hat. Es kann nicht bloß diese Aufregung sein – es muss sogar diese Aufregung sein, jedenfalls ab und zu.


Im September feiert das neue Kabarettstück „Irgendwas is immer: Neue Doktorspiele mit Biller & Fliegel“ (06.09., 14.09., 18.10., 23.11., 14.12.) im Central Kabarett Premiere. Die Beiden nehmen sich Deutschlands beliebtestes Thema zur Brust: Krankheit. Oder bleiben wir optimistisch, Gesundheit. Recycling-Vorsorge, singende Kondome, Daumenlutscher oder Gesundschlemmen. Hier kommen die Antworten auf viele quälende Fragen mit Musik, Tanz und Schlägerei. Bei Risiken und Nebenwirkungen – schieben Sie es auf Ihren Arzt oder Apotheker.

Essen ist der Sex des Alters! Frau Biedsch kocht in ihrem musikalischen Koch-Kabarett „Sächsische Spezialitäten - Die lustige Lene-Voigt-Kochshow“ (02.09., 04.11.) nicht vor Wut, sondern sie kocht, spielt, erzählt, brät und bäckt in ihrer Gerüchteküche. Quarkkäulchen, Bäbe, Buffer, Galdr Hund und „Schlüpferstürmer-Likör“ im Waffelbecher werden auf offener Bühne hergestellt und dürfen vom Publikum probiert werden.


Elektrisierend und exklusiv: die Philharmonie Leipzig mit Tango & Klassik.
Elektrisierend und exklusiv: die Philharmonie Leipzig mit Tango & Klassik.

Nicht vier Jahreszeiten, sondern gleich acht bringt die Philharmonie Leipzig im Dezember auf die Gewandhausbühne!

Rassiger Tango im klassischen Konzert: der Mendelssohn-Saal wird zum Schauplatz der Jahreszeiten. Argentinische Rhythmen treffen auf italienische Melodien.

Barock und Moderne verschmelzen zu einem einmaligen Erlebnis mit der Musik zu allen Monaten. Die bekannten „Le quattro Stagioni“ von Antonio Vivaldi werden verknüpft mit den „Four Seasons of Buenos Aires“ von Astor Piazzolla. Die Inspiration für diesen Konzertabend ist die Erkenntnis, dass in jedem Moment auf unserem Planeten zu einer Jahreszeit eine gegensätzliche Jahreszeit gleichzeitig existiert - entdecken Sie Ihren Favoriten in diesem Konzert!

Termin: 30. Dezember 2018 | 19 Uhr | Gewandhaus

- Weitere Infos unter: www.philharmonie-leipzig.de, Karten: www.ticketgalerie.de, in den VVK-Stellen der Ticketgalerie, Gewandhauskasse und alle anderen bekannten VVK-Stellen.


Lena Neudauer Foto: Marco Borggreve
Lena Neudauer Foto: Marco Borggreve

Am 16. September gestalten drei der besten deutschen Solisten ein attraktives Programm im Markkleeberger Lindensaal. Die Geigerin Lena Neudauer, die mit 15 Jahren den Leopold-Mozart- Wettbewerb gewann, der Cellist Julian Steckel, Gewinner des ARD-Wettbewerbs und der Pianist Matthias Kirschnereit, Preisträger des Concours Géza Anda, spielen Werke der drei großen tschechischen Komponisten: es erklingen die Sonatine für Violine und Klavier von Dvořák mit dem als „Indian Lament“ populär gewordenen Larghetto. Von Janáček steht das „Märchen“ für Violoncello und Klavier auf dem Programm, das sicher viele im Film „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ unbewusst schon mal gehört haben. Smetana ist mit seinem hochexpressiven Klaviertrio vertreten. Mit seinen tschechischen Komponistenkollegen teilt Kodály die Leidenschaft für die melodische und rhythmische Originalität von Volksmusik. Von ihm wird das virtuose Duo für Violine und Violoncello aufgeführt. Das Konzert wird von der Sparkasse Leipzig gefördert.

Termin: 16. September 2018 | 17 Uhr | Lindensaal im Rathaus Markkleeberg

- Eintrittskarten à 18 €, ermäßigt 14 €, für Schüler/ Studenten 8 € gibt es bei der Ticketgalerie Leipzig, bei der Musikalienhandlung Oelsner und bei der Tourist-Info Markkleeberg.

Bestellungen sind möglich unter: tickets@lindensaalkonzerte.de An der Konzertkasse kosten die Karten je 2 € mehr.

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