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Themenwelten
18:57 08.07.2021
Mit dem Wohnmobil im ­Grünen ganz unabhängig Urlaub machen – das liegt ­derzeit im Trend. Foto: ADAC SE/ADAC/obs

Campingurlaub mit Wohnmobil oder Wohnwagen liegt weiter voll im Trend. Doch nicht jeder möchte gleich dauerhaft in ein eigenes Fahrzeug investieren, sondern erst einmal testen, ob diese ungebundene Form des Reisens die richtige ist. Daher empfiehlt sich, ein Wohnmobil für einen Ausflug oder Familienurlaub erstmal anzumieten. Die ADAC Autovermietung gibt daher Tipps für Einsteiger.

Fahrzeugauswahl

Die Auswahl an Wohnmobilen ist riesig. Für Anfänger eignen sich am besten kompakte Wohnmobile wie die beliebten Kastenwagen, erhältlich ab rund 600 Euro pro Woche mit allen Versicherungen inklusive. Für diese Fahrzeuge ist die Führerscheinklasse B (alt 3) ausreichend. Für Großeltern mit Enkelkind kann es ein etwas geräumigerer Teilintegrierter sein, für Familien eher ein Alkoven-Modell mit zusätzlicher Schlafgelegenheit im Überbau der Fahrerkabine.

Fahrzeugübergabe

Bei der Fahrzeugübergabe wird erklärt, wie die Versorgung mit Frischwasser auf den Camping- und Stellplätzen funktioniert und wie das Abwasser aus dem Tank entsorgt wird. Außerdem erfährt man, wie Gas und Strom an Bord für das Heizen, Kühlen und Kochen eingesetzt sowie die Markise und der Fahrradträger bedient werden.



76 000 Wohnmobile wurden 2020 in Deutschland zugelassen, ein Plus zum Vorjahr von gut 40 Prozent. Zudem erwägt nach einer Um­frage fast jeder vierte Deutsche, in den ­nächsten fünf Jahren einen Caravaning-Urlaub zu ­unternehmen.


Kostenplanung

Bei der Planung der Reise sollten die Kosten für Kraftstoff, Maut oder auch Fähren mit einkalkuliert werden. Fährpreise richten sich oft nach der Länge des Reisemobils oder Gespanns. So kann teilweise in Skandinavien gespart werden, wenn das Wohnmobil eine Länge von sechs Metern nicht überschreitet. Das Ausweichen auf die touristisch reizvolleren Nebenstraßen spart Nerven, Zeit und Mautkosten.

Wohnmobil packen

Das Packen für den ersten Urlaub mit dem Wohnmobil will geplant sein, denn Decken und Bettzeug, Geschirr und Kochutensilien, Lesestoff und Unterhaltungselektronik müssen von Zuhause mitgenommen werden. Genauso wie auch die Fahrräder oder E-Bikes, während Campingstühle und -tisch gegebenenfalls vom Vermieter geliehen werden können. Leichtes Gepäck wie Kleidung kann problemlos oben in den Hängeschränken verstaut werden. Schwere Ladung wie Getränke, Konserven und Tetra Paks dagegen immer unten und am besten zwischen den Achsen lagern, damit beim Fahrzeug der Schwerpunkt stimmt. Das Gewicht der Zuladung summiert sich schnell. Das maximale Gesamtgewicht, das in der Zulassungsbestätigung Teil 2 aufgeführt ist, darf nicht überschritten werden. Führerscheininhaber der Klasse B dürfen bis zu maximal 3,5 Tonnen Gesamtgewicht im Straßenverkehr bewegen.

Campingplatzbuchung

In diesem Jahr sollte der gewünschte Standplatz unbedingt vorher reserviert oder gebucht werden. Viele Plätze – gerade in Deutschland – sind bereits gut belegt oder sogar ausgebucht in den Ferienzeiten. Spontanes Stellplatz-Hopping ist nur bedingt möglich. In den europäischen Urlaubsländern sind allerdings noch freie Kapazitäten verfügbar. So können Plätze auf italienischen und kroatischen Campingplätzen mitunter vorab online gebucht werden. Ideal für den ersten Urlaub im Wohnmobil ist generell die Nebensaison im September und Oktober.

Routenplanung

Die Auswahl der Route ist für einen entspannten Urlaub ebenfalls entscheidend. Viele Serpentinen, schmale Tunnel und enge Gassen stellen Anfänger vor Herausforderungen. Den Weg zu tausenden Camping- und Stellplätzen weist zum Beispiel die ADAC Camping- und Stellplatzführer-App. Sie ist als Planungshilfe auch offline nutzbar. Zur Vorbereitung auf den ersten großen Camping-Trip auch empfehlenswert: Die ADAC Campingbibel mit allen Antworten auf die Fragen, die das Camper-Dasein mit sich bringen kann.
   

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