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09:18 09.10.2018
In der Voruntersuchung wird festgestellt, welche Behandlungsmethode am besten dazu geeignet ist, den optimalen Durchblick zu verschaffen. Fotos: Augenzentrum am Johannisplatz
Laserzentrum Augenlaser Sachsen
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Eine Vielzahl neuer Behandlungsmethoden ermöglicht den Patienten heutzutage ein Sehen ohne Brille in nahezu allen Lebenslagen. Wer von welcher Operation am meisten profitiert und worauf Sie im Beratungsgespräch unbedingt achten sollten, haben wir Augenchirurg Dr. med. Alexander Petzold von Augenlaser Sachsen gefragt.

Dr. med. Alexander Petzold, leitender Arzt im Augenzentrum am Johannisplatz.
Dr. med. Alexander Petzold, leitender Arzt im Augenzentrum am Johannisplatz.

Jerome Ptock ist großgewachsen, sportlich und dynamisch. Der 23-Jährige spielt seit Jahren erfolgreich im Mittelblock für die L.E. Volleys. Der führende Leipziger Volleyballverein hat ihn ausgebildet und zu dem gemacht, was er heute ist: einer der erfolgreichsten Spieler im Verein. Der 2,04 Meter große, junge Mann war bis vor Kurzem noch Brillenträger – was viele Menschen plagt.

Die Sehhilfe behinderte ihn nicht nur privat, sondern vor allem auf dem Parkett. Beim Volleyball sind eine ausgeprägte Arm-Bein-Koordination und schnelles Reaktionsvermögen gefragt. Strategische Überlegungen und Positionswechsel sind eine Sache von Sekunden. Dafür ist eine exzellente Sehschärfe Voraussetzung. Eine Brille ist eher störend – und vor allem aufgrund der Verletzungsgefahr auch mit Risiko behaftet. Ptock entschied sich für eine Laserbehandlung der Augen. Bereut hat er das bis heute nicht:

„Meine Sehleistung ohne Brille lag vor der Laseroperation bei 25 Prozent auf dem linken Auge, rechts waren es sogar nur 10 Prozent. Mit Kontaktlinsen kam ich nie zurecht und meine Brille trug ich sehr ungern. Im Alltag und vorallem auch im Sport war das schlechte Sehen sehr anstrengend für mich. Darum ließ ich mich bei Augenlaser Sachsen beraten. Ich wollte wissen, ob bei mir eine Augen-OP möglich ist. Ich wurde sehr herzlich empfangen und meine Angst vor dem Ungewissen konnte man mir schnell nehmen.

Es wurden einige Tests gemacht und im Anschluss teilte man mir im Gespräch mit, welche OP-Methode für mich die geeignete wäre. Ich fühlte mich verstanden, alle waren freundlich und somit stand mein Entschluss fest: Ich lasse mir die Augen lasern! Heute, ein Jahr später, weiß ich, dass ich alles richtig gemacht habe. Ich kann besser sehen als jemals zuvor! Meine Reaktionszeit auf dem Spielfeld hat sich durch das scharfe Sehen enorm verbessert. Ich kann freier und offensiver spielen, so wie es im Profisport wichtig ist. Ich bin einfach nur dankbar!“

Der Traum vieler Brillenträger, das Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen genießen zu können, kann durch moderne Operationsmethoden wahr werden. Sind die Voraussetzungen erfüllt und ist der Patient aufgeklärt, steht einer Augenoperation praktisch nichts mehr im Weg. „Einige Dinge müssen im Vorfeld beachtet und mit dem Patienten besprochen werden“ so erklärt es Dr. med. Alexander Petzold, Augenchirurg aus Leipzig mit langjähriger Erfahrung. Nur so könne die Augenoperation am Ende auch zum Erfolg führen.

Herr Dr. Petzold, Sie betonten, dass die persönliche Beratung vor einer Augenoperation besonders wichtig sei. Was genau meinen Sie damit?

Kein Auge gleicht dem anderen und jeder Patient bringt seine ganz persönlichen Voraussetzungen mit. Nur mit einer umfassenden Untersuchung der Augen und einer individuellen Beratung können wir dem Patienten sagen, welches Verfahren für ihn geeignet ist. Beruf und Hobbys spielen dabei ebenso eine Rolle wie die persönliche Erwartungshaltung. All diese Dinge lassen sich nur im ausführlichen Gespräch klären. Außerdem unterliegt das meiner ärztlichen Aufklärungspflicht.

Nach der Behandlung braucht Volleyballer Jerome Ptock seine Brille nicht mehr.
Nach der Behandlung braucht Volleyballer Jerome Ptock seine Brille nicht mehr.

Was ist besser, LASIK oder Linsentausch? Kann man diese Frage so einfach beantworten?

Nein. Neben dem bekannten Laserverfahren und dem Austausch der Augenlinse gibt es noch die implantierbare Kontaktlinse als eine weitere Möglichkeit, brillenfrei zu werden. Welches Verfahren für den Zweck geeignet ist, weiß man erst, wenn die Ergebnisse aller notwendigen Voruntersuchungen vorliegen. Im persönlichen Gespräch erörtert man mit dem Patienten auch die individuellen Wünsche und Erwartungen. Die Voruntersuchung dauert circa zwei Stunden. Hier sollten sich also Patient und Arzt genügend Zeit nehmen.

Gibt es verschiedene Laserverfahren?

Ja, die gibt es. Die Femto-LASIK, so wie wir sie heute kennen, wird bei uns sehr häufig durchgeführt. Sie stellt seit über 25 Jahren eine zuverlässige Möglichkeit dar, verschiedene Fehlsichtigkeiten zu korrigieren. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien, die die Vorhersagbarkeit und Sicherheit dieser Behandlungsmethode bestätigen. Eine Alternative dazu ist die sogenannte Photorefraktive Keratotomie (kurz: PRK). Bei diesem Verfahren wird die Oberfläche der Hornhaut korrigiert, nachdem der Operateur die oberste Zellschicht entfernt hat. Inzwischen ist dieses Verfahren auch völlig berührungslos möglich und nennt sich No-Touch-PRK. Die Ergebnisse sind denen der normalen Femto-LASIK gleichzusetzen. Eine Besonderheit stellt die Femto-LASIK mit dem neuen Contoura-Verfahren dar.

Worum handelt es sich bei diesem Contoura-Verfahren genau?

Die Contoura ist eine besondere Form der Laserbehandlung , die sich als maßgeschneiderte Augenlaserbehandlung beschreiben lässt. Mit dieser Methode werden nicht nur die Brillen- oder Kontaktlinsenwerte, sondern auch die exakten Konturen der Hornhautvorderfläche erfasst und bei der Laserkorrektur berücksichtigt. Die Ergebnisse sind sehr gut und laut einer FDA Studie sogar noch besser als mit einer normalen Femto-LASIK. Das Sehvermögen lässt sich nachweisbar steigern, ebenso wie das Kontrastsehen. Aber auch hier gilt: nicht jeder Patient ist automatisch dafür geeignet.

Sie führen neben den Augenlaser-Operationen auch Linsen-Operationen durch. Ist das Angebot hier auch so vielseitig?

Der Markt entwickelt sich ständig weiter und nicht jeder neue Trend wird zum Standard. Die vielen Linsentechnologien, die es inzwischen auf dem Markt gibt, sind für den Laien schwer überschaubar und der Patient muss sich auf die Erfahrung des Operateurs verlassen. Das Vertrauen spielt also von Beginn an eine wichtige Rolle. Wir setzen auf valide Studienergebnisse, Beständigkeit und namenhafte Linsenhersteller.

Können Sie auf die Linsen-Operationen noch etwas genauer eingehen?

Es gibt zum einen den refraktiven Linsentausch, bei welchem man die natürliche Linse des Auges durch eine Multifokallinse ersetzt. Diese Linsen ermöglichen das brillenunabhängige Sehen in verschiedenen Entfernungen und sind für Patienten geeignet, die bereits unter einer Altersweitsichtigkeit leiden, also etwa ab dem 45. Lebensjahr. Die schon erwähnte implantierbare Kontaktlinse (Evo Visian ICLTM) wird hingegen zusätzlich zur natürlichen Linse in das Auge gesetzt. Mit dieser sehr gut verträglichen Linse können auch sehr hohe Fehlsichtigkeiten mit einem minimal invasiven Eingriff ausgeglichen werden. Der vollständig reversible Eingriff kann ab dem 18. Lebensjahr durchgeführt werden und stellt eine sichere Alternative zu den Augenlaserverfahren dar.

Wie ist der Ablauf für die Patienten bei Ihnen in der Praxis?

Erster Schritt ist ein individuelles Beratungsgespräch. Bei diesem Eignungscheck wird unter anderem die Eignung für die verschiedenen OP-Verfahren geklärt. Beim zweiten Termin werden die Augen vollständig untersucht. Im ausführlichen Gespräch mit einem unserer Ärzte wird über den Eingriff aufgeklärt und alle auftretenden Fragen werden besprochen. Dann werden die Termine für die Operation und die Nachuntersuchungen festgelegt.

Worauf sollten Patienten achten, die Interesse an einer Augenoperation haben?

Im Augenlaser-Zentrum Augenlaser Sachsen in der Grimmaischen Straße in Leipzig haben meine Kollegen und ich bislang mehrere Tausend refraktive Eingriffe am Auge durchgeführt. Wichtig ist, dass man sich bei einem Wunsch nach Brillenfreiheit von einem qualifizierten und zertifizierten Fach-arzt beraten lässt. Moderne Diagnostikgeräte und hochfrequente Laser sind zum Standard geworden. Der TÜV Süd vergibt Qualitätssiegel, darauf sollte man als Patient achten und gegebenenfalls nachfragen. Zudem hat die Kommission für refraktive Chirurgie (KRC) online eine Liste veröffentlicht, in der alle Augenärzte gelistet sind, die Augenlaserbehandlungen durchführen und dafür regelmäßige Fortbildungen nachweisen können. Das stellt sicher, dass das Zentrum über das notwendige Know-how verfügt. All diese Dinge sind die Grundlage für das notwendige Vertrauensverhältnis zum Arzt. Augenlaser Sachsen wird vom TÜV Süd regelmäßig zertifiziert und alle dort operierenden Augenärzte sind auf der KRC-Anwenderliste aufgeführt.

Vielen Dank für das Gespräch.

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