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Home Sonderthemen Bauen & Wohnen Bauen im Winter
08:28 02.11.2018
Winterbaustellen bringen Probleme mit sich. Foto: dpa

Die Probleme auf einer Winter-Baustelle sind vielfältig: Sobald die Temperaturen unter bestimmte Werte sinken, können auch moderne Baustoffe nicht mehr uneingeschränkt verarbeitet werden. Die Baufirmen müssen sich dann genau an die Herstellervorgaben halten, damit keine Schäden entstehen. „Das tun sie aber nach unserer Erfahrung nicht immer“, sagt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB) gegenüber der Deutschen Presseagentur dpa. Auch Innenarbeiten müssen den Winterverhältnissen angepasst sein. Sind zum Beispiel neue Wasserleitungen im ungeheizten Haus schon gefüllt, kann es zu Frostschäden und Leckagen kommen.

Verantwortlich für die Baustelle ist bis zur Abnahme durch den Bauherren die Baufirma. Sie muss für Risiken und Schäden geradestehen und das Bauwerk entsprechend versichern. „Häufig versuchen die Firmen aber, diese Verpflichtung im Kleingedruckten auf die Bauherren abzuwälzen“, sagt Reinhold-Postina. „Auftraggeber müssen also darauf achten, was sie vertraglich vereinbaren und gegebenenfalls entsprechende Versicherungen abschließen.“ Der VPB empfiehlt Bauherren, ihre vorhandenen Versicherungen zu überprüfen, ob und in welchem Umfang Elementarschäden wie Schnee, Eis, starker Frost, Sturm und Hagel mitversichert sind. Das sind dann extra Versicherungen im Rahmen anderer Policen.

Es gibt aber auch spezielle Versicherungen für die Zeit des Hausbaus: Für Mathias Zunk vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung „ein absolutes Muss“. Der Bauherr sei in vollem Umfang für die Sicherheit auf der Baustelle verantwortlich, auch wenn Fremdfirmen das Eigenheim errichten. Er haftet für alle Schäden, die im Zusammenhang mit dem Bau entstehen: „Das Gerüst kann umstürzen und das Nachbarhaus beschädigen oder herabfallende Teile Passanten verletzen“, zählt Zunk auf. Gerade im Winter kommen durch Schnee und Glätte Risiken dazu. Diese Haftpflichtversicherung für Bauherren sollte bereits vor dem ersten Spatenstich abgeschlossen werden. Der Schutz gilt dann bis zur Abnahme des Gebäudes, die Kosten richten sich nach der Bausumme. Auch Naturgefahren wie ein Sturm können das halb fertige Gebäude beschädigen. „In solchen Fällen hilft die Bauleistungsversicherung.“ Sie ersetzt unvorhersehbare Schäden, die durch Unwetter, aber auch durch Vandalismus oder fahrlässiges Handeln von Bauarbeitern entstehen.

„Und wenn einmal längere Zeit niemand auf der Baustelle ist, ist eine Bauleistungsversicherung sinnvoll“, sagt Julia Wagner vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Denn auch etwas anderes als Witterungsbedingungen muss man dann bedenken: In der dunklen Jahreszeit häufen sich Diebstähle.

Foto: Stadt Leipzig
Foto: Stadt Leipzig

„Bauen in Leipzig – der schnelle Weg zur Baugenehmigung“ heißt eine neue Broschüre mit wertvollen Tipps zum Bauantrag, die ab sofort erhältlich ist. Sie kann online auf der Homepage der Stadtverwaltung unter www.leipzig.de/bauberatung heruntergeladen werden und ist zugleich kostenlos in der Bauberatungsstelle des Amtes für Bauordnung und Denkmalpflege im Technischen Rathaus, Prager Straße 118-136, erhältlich. Das Amt für Bauordnung und Denkmalpflege ist jeden Dienstag von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr sowie am Donnerstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

Die Broschüre informiert Bauherren und Entwurfsverfasser über die Rechtsgrundlagen, die bei Stellung eines Antrages zu beachten sind. Darüber hinaus gibt sie einen Einblick in die Abläufe von Baugenehmigungsverfahren und stellt Prozessbeteiligte vor. Schließlich eröffnet die Publikation den Zugang zu vielen weiteren Themen, die neben dem Bauantrag selbst zu beachten sind.

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