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Themenwelten
14:38 14.09.2021
Sie beginnen eine Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise. zum Pflegefachmann: Paula Lindner (17), Max Reibestein (18) und Linda Menzel (26, von links), hier mit Helmuth Teichmann (87) vom Heimbeirat, sind drei der sechs Neuen in der K&S Seniorenresidenz in Eilenburg. Foto: Nico Fliegner

Altenpflegeheime und Pflegedienste suchen überall nach Personal. Auch die K&S Seniorenresidenz in Eilenburg war auf der Suche nach Auszubildenden – und hat sie gefunden. Sechs junge Leute sind im September in ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann gestartet.

Darüber freut sich Residenzleiterin Kathleen Krieg: „Wir sind auf einem guten Weg, haben in den vergangenen Jahren immer viele Lehrlinge ausgebildet, um so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“ Jährlich würden drei bis vier Azubis übernommen, denn bei K&S gibt es auch älteres Fachpersonal, das in Rente geht. So könne man die Lücken gut schließen.

Linda Menzel (26) ist eine der Neuen. Sie hat beruflich schon viele Stationen hinter sich. Die Eilenburgerin arbeitete als Bürokauffrau und war im Einzelhandel tätig. Jetzt beginnt sie eine neue Ausbildung in der Pflege – wohlwissend, dass dies einer der härtesten Berufe ist. Aber sie freut sich auch: „Der Beruf ist vielseitig und man hat einen sicheren Job.“

„Alten Menschen helfen, das ist doch was Schönes“, erzählt Max Reibestein. Der 18-jährige Leipziger hat sich schon um seine Großeltern gekümmert. Daraus sei der Berufswunsch entstanden. Die Ausbildung zielt dabei nicht mehr allein auf die Altenpflege ab, sondern ist vielfältiger geworden. Der Beruf zur Pflegefachfrau/ zum Pflegefachmann beinhaltet auch die Kinder- und Jugend-, die Erwachsenen- und die Altenpflege. Dadurch sind die beruflichen Perspektiven größer.

Die K&S Seniorenresidenz hofft, dass die Azubis später im Unternehmen bleiben. Die Wertschätzung von Mitarbeitern wird deshalb großgeschrieben – und das fängt schon bei den Azubis an. Wer sich besonders gut macht, wird belohnt. Als Azubi des Jahres darf der- oder diejenige dann ein Jahr lang kostenlos einen Kleinwagen nutzen.

Azubi-Speed-Dating

Im Rahmen der Zukunftstage bietet die Handwerkskammer zu Leipzig am 21. September von 16 bis 18 Uhr ein Azubi-Speed-Dating an. Bei dieser Form kommen Ausbildungsbetriebe und Schülerinnen sowie Schüler zusammen. In 10 bis 15 Minuten können sich die künftigen Azubis mit Ausbilderinnen und Ausbildern unterhalten und Fragen zum Beruf, der Ausbildung, dem Betrieb, einem Praktikum oder Ferienjob stellen. Man kann auch gleich Bewerbungsmappe mitbringen. Veranstaltungsort ist die Breite Straße 19 in Torgau. Folgende Unternehmen sind dabei: Wiegmann Metallprofile Sachsen, Neue Torgauer Maler, Ziesmann Baugeräte, Elektro Fink, Autohaus Maluche und die Tischlerei Fabian Böhme.

Digitale Lernformate

Neue App für eine gelingende Berufsorientierung

Seit mehr als zehn Jahren bereitet das Programm „Zeig, was du kannst!“ der Stiftung der Deutschen Wirtschaft Jugendliche mit einer professionellen und persönlichen Berufsorientierung auf die Berufswelt vor. Mehr als 90 Prozent der Teilnehmenden schaffen mit dem Coaching den direkten Übergang in die Ausbildung oder auf die weiterführende Schule, heißt es auf dem Portal abi.de.

Mit der neuen „Zeig, was du kannst!“-App haben die teilnehmenden Jugendlichen jetzt Zugriff auf digitale Lernmodule mit Videos, Aufgabenstellungen, Arbeitsblättern zu wichtigen Themen der Berufsorientierung sowie Videointerviews zu Ausbildungsberufen, Kompetenzchecks und Berufsfeldtests. Auf diese Weise können die Coaches mit den Jugendlichen passende berufliche Wege noch konkreter besprechen und planen.

Die meisten Bereiche der App sind auch für Interessierte, die nicht an „Zeig, was du kannst!“ teilnehmen, frei verfügbar und vor allem für Jugendliche spannend, die sich gerade Gedanken über ihre berufliche Zukunft machen und auf der Suche nach Informationen und Unterstützung sind, so abi.de. In den kommenden Jahren wird die App zudem weiter ausgebaut und beispielsweise um Quiz-Module oder Podcast-Einheiten ergänzt werden.

Weitere Infos zum Programm unter www.sdw.org/zeig-was-du-kannst. Die App ist kostenfrei im Play- sowie App- Store erhältlich.

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